Bericht vom Klön-Nachmittag des Heimatvereins am 19.1.2020 im „Alten Gasthaus Wiese“
„Wie war das eigentlich früher in Warendorf?“
von Mechtild Wolff

Mit dem 1. Klön-Nachmittag hat der Heimatverein eine neue Veranstaltungsreihe begonnen, um an Menschen zu erinnern, die Warendorf geprägt haben. Das hat viele Interessierte  angesprochen, es herrschte drangvolle Enge im „Alten Gasthaus Wiese“.

„Heute möchte ich ihnen Menschen in Erinnerung rufen, die Warendorf „bunt“ gemacht haben! Menschen, die viele von ihnen noch gekannt haben und von denen sie auch sicher vieles zu erzählen haben“ begann Mechtild Wolff ihre Ausführungen. Dann erzählte sie von dem unvergessenen Warendorfer Original Änneken Kuntze und ihrer Schwester Lilli, die an der Emsstraße das „Kaufhaus Friedrich Kuntze“ führten. Eigentlich war es ein Kramladen mit ganz besonderem Erlebnischarakter, ein wahres Kindereldorado. Hier konnte man Schwabbel, Mohrenköppe und Brause kaufen, aber auch Juckpulver, Knallfrösche und Stinkbomben, hier betuppte man sich gegenseitig - es war ein Riesenspaß. Ja, von Änneken und Lilli konnten viele lustige Geschichten erzählt werden.

Auch an den Kinokönig und Tanzlehrer Theo Sparenberg erinnerten sich noch viele, nicht nur sein Enkel erzählte aus der goldenen Zeit des Kinos, als Theo Sparenberg noch in Wirtshaussälen die Stummfilme mit seinem Klavierspiel untermalte und später das „Theater am Wall“ baute, einen „Musentempel“ für Warendorf. Auch an die Tanz- und Anstandskurse gab es lebhafte Erinnerungen, als die Damen noch Tanzkarten hatten, in die sich die jungen Kavaliere eintragen mussten.

Besonders frische Erlebnisse wurden an Ferdi Bichtler deutlich, das Warendorfer Original im „Blaumann“, dessen hilfreiche Tätigkeit  heute vermisst wird und  dringend gebraucht würde. Der Künstler Dr. Winfried Totzek erzählte sehr amüsant, wie er diesen „Helfer in allen Lebenslagen“ als Edelstahlfigur verewigte, die heute noch auf der Mauer in der Wallgasse zu sehen ist.

In eine ganz andere Welt tauchten die Zuhörer ein bei den Erinnerungen an den Komponisten und begnadeten Lehrerseminar-Musiklehrers Arthur Rosenstengel, der über 1000 Lehrer ausbildete und mit seinen 10 Kindern vielbeachtete Konzerte aufführte. Ja, das war wirklich eine andere Zeit.

„Wann findet der nächste Klön-Nachmittag statt?“ wollten die Zuhörer zum Abschluss wissen. Die Heimatvereinsvorsitzende Mechtild Wolff versprach ihn für den 17. Mai mit dem Thema: Künstlerleben in der Kleinstadt - wie lebten die Künstler Götting und Stierlin in Warendorf?

Plattdeutsch: Glücksiäligst Nie Jaohr
von Franz Schulte Nahrup

Warnduorp. Met „Glücksiäligst Nie Jaohr – Gott gierwe et wäd waohr“ begrüßere de Baas Franz Schulze Nahrup den grauten Trop Lüe to den Krinknommdag met Möpkenbrautiäten.  Bie dat Leed „ Do mie men Möpkenbraut – dann häw ick kinne Naut“, schallere et so laut düört Kolpinghuus, dat de Koch in den Kürke foots ne Wuorst mä in de Panne schmed. Nen leckeren Rüek trock düör den Saal un jedereene merkere, datt de Pannen vull met Wuorstebraut un Liäwebraut in Arbeit wüörn.  De Dischke wassen met witte Dierke belegt und de Reeschup lag ferrig an jeden Stohl. Mathilde Kempkes harr en Vetellsel „ Biet Schlachten wäd jede Hand brukt – un „ Anton harr dat fettste Schwien“. Josef Bussmann wuß wat üöwe Möpkenbraut int Mönsterland. „ Wenn junge Lüe frischk vehieraot sin“ kam von Roswitha Wienströer. Heinz Beckhove vetellere wat vont Niee Jaohr. Lustige Vetellsel kammen auk von Helmut Brokamp und Ernst Ruhe ut Milte. Hermann Grüter harr wat ut nen Book, wat Auton Aulke den Vade von sine Frau – Tophinke_ schenkt harr.

Bie dat Leed „ Urse Warnduorp met de leste Strophe „ Wuorstebraut met Schriewen, dao wäd nich an spart, jau dat is mien Warnduorp, dat is warnduorps Art“ gong de Kürkendüör loss un tellerwiese kam dat gurte Wiärks up de Dischke. Ruckzuck was et muksmüskens still. Alle wassen met üöhre Reeschup up de Tellers ant arbein. Wuorstebraut met grow Roggenschroat, Liäwebraut, Appelschiewen un röstete Siepel laggen up de Tellers.We wat naohemmn wull, konn noa wat naoniermen. Et was es maol nen anneren Krinknommdag, de mäd dat Toropleed „ Guot gaohn – auk so – bes en anner Maol“ to Enne gong. Dat neichste Driäpen is an,n 11. März, well dat in,n Februar dat Kolpinghuus met Karneval belegt is.

 

Neu: Aus der Geschichte der Textilstadt Warendorf
Die Auswanderung der Geschwister Kreimer - der letzte Ausweg für die verarmten Handweber
von Mechtild Wolff

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts stagnierte der Leinwand- und Baumseidenhandel, die Konkurrenz aus England wurde zu groß. Konnten die Weber bislang ihre Familien mit den Leinenprodukten ernähren, so wurden sie jetzt Tagelöhner, oft auch Bettler.

1830 hatte Warendorf 4000 Einwohner, davon mussten 1100 von der Armenkasse unterstützt werden. In vielen Tagelöhner Familien reichte das Geld nicht für das tägliche Brot. In der Stadt Warendorf wurde die Not gemildert durch Wohltäter, wie Franz Joseph Zumloh oder Anna Lüninghaus, die überall halfen, wo Not und Elend zu groß wurden. Ab 1810 gab es auch im Raum Warendorf eine große Auswanderungswelle. Viele Geistliche gingen in die Missionen nach Südamerika, China, Indien und Afrika oder in die deutschen Ansiedlungen in Nordamerika. Der Höhepunkt der Auswanderungswelle war um 1860. Auch viele Handweber suchten in der neuen Welt ihr Glück. Einige haben es gefunden, andere kamen nach Jahren bitter enttäuscht zurück.

In ländlichen Gemeinden war die Not noch größer als in den Städten, denn die Möglichkeiten zum Geld verdienen waren auf dem Lande sehr begrenzt. Viele Familien wussten nicht mehr, wie sie ihre vielen Kinder ernähren sollten. So erging es auch dem Weber und Kaufmann Johann Heinrich Kreimer (1810-1873) aus Freckenhorst und seiner Frau Anna Elisabeth geb. Niehues (1810-1879). Seit Generationen ernährte die Handweberei und die Verleger-Tätigkeit die Familie. 1864 wurden die Erträge aus der Handweberei aber so schlecht, dass alle Kinder sich entschlossen, die Heimat zu verlassen, um ihr Glück in Amerika zu suchen.

Auch in Freckenhorst waren Auswanderungsagenten gewesen, die den darbenden Bürgern die Chancen in der neuen Welt schmackhaft gemacht hatten. In Illinois zum Beispiel wurden fleißige junge Leute gesucht, die das Prärieland beackern und zu Farmland machen sollten. Das Bureau of Land Management organisierte die Landverteilung, so, wie es der Land Owners Act vorschrieb: Das zukünftige Ackerland war in Claims von einer Viertel Quadratmeile, ca. 70 ha,  aufgeteilt worden. Jeder Siedler erhielt eine Fahne, die er in das Stück Land steckte, das er sich auswählte. Dieses Landstück bekam er kostenlos zur Verfügung gestellt. Wenn der Siedler nach fünf Jahren zeigen konnte, dass er das Prärieland zu Farmland gemacht hatte, ging diese kleine Farm in seinen Besitz über.

 

 

Für die Anfangskosten zum Bau einer Hütte zum Wohnen, zur Anschaffung von Ackergeräten und Vieh stellte der Staat billige Kredite zur Verfügung. Das war eine echte Chance und die wollten die Geschwister Kreimer ergreifen.

Für die Überfahrt boten sich die bequemen Dampfschiffe an, aber die Freckenhorster Auswanderer entschieden sich für ein Segelschiff, das war wesentlich billiger. Alles Ersparte wurde zusammengekratzt, die fertig gewebten Leinenballen wurden verkauft und vielleicht wurde auch noch Land verkauft, um die Überfahrt zu bezahlen. Schweren Herzens spannte Johann Heinrich Kreimer Pferd und Wagen an, um seine sechs Kinder nach Bremerhaven zu bringen.

Johann Theodor     (17.5.1840)  24 Jahre alt,  

Johannes Henrikus (1843-1920) 21 Jahre alt,   (später Henry)

Anna                      (1846-1926) 18 Jahre,                   

Gertrud                 (13.1.1849-1922) 15 Jahre,         

Josef                    (14.2.1852-20.4.1934) 12 Jahre und

Clara                     (16.2.1853) erst 11 Jahre alt.                   

Vielleicht fuhren sie mit der hölzernen Bark „COLUMBIA“, die 1862  gebaut wurde und 1882 spurlos mit allen Passagieren verschwand. Sie war eines der letzten großen Segelschiffe und holte Baumwolle aus den USA nach Europa. Der Transport von Auswanderern in die USA bot den Reedern eine lukrative Alternative zum nutzlosen Ballast, der ansonsten für die Hinfahrt hätte geladen werden müssen.

Für die Unterbringung der Auswanderer wurden die Frachträume in Verschläge unterteilt und mit Bettgestellen aus-gestattet. Im Zwischen-deck konnten ca. 156 Auswanderer untergebracht werden. Im Achtern Deck gab es Platz für 70 Passagiere der II. Klasse und vier Passagiere der I. Klasse.

Die Geschwister Kreimer brachten ihre Habe, die sie in großen Holzkisten verstaut hatten, ins Zwischendeck. Als Abschied genommen werden sollte, wurde ihnen klar, dass ja niemand zu Hause sein würde, um später für die alten Eltern zu sorgen. Das hatten sie in ihrer Euphorie gar nicht bedacht. Josef, mit seinen 12 Jahren der jüngste der Söhne, musste wieder von Bord gehen und tief enttäuscht mit seinem Vater nach Freckenhorst zurück fahren. Sehr zur Freude seiner Mutter Anna Elisabeth, die nun wenigstens ein Kind zu Hause hatte.

Die Freckenhorster Auswanderer überstanden die zuweilen recht stürmische Überfahrt gut, nicht zuletzt wegen der reichhaltigen Lebensmittelvorräte, zu denen Freunde und Nachbarn beigesteuert hatten. Sie landeten in Ellis Island, New York und wurden dort registriert und machten sich auf den beschwerlichen Weg nach Illinois. In Clinton, Massachusetts wurden gute Weber gesucht. Darum entschlossen sich einige der Kreimer Geschwister in Clinton zu bleiben, denn die Verdienstmöglichkeiten waren gut. Nur Henry zog weiter und siedelte bei Marshall in Illinois. Die deutschen Einwanderer bildeten enge Gemeinschaften, halfen sich gegenseitig und heirateten untereinander. So auch Anna, die den deutschen Auswanderer Franz Seidel heiratete. 1875 folgte das junge Paar Annas Bruder Henry nach Marshall und kauften dort eine Farm. Anna war eine eifrige Briefeschreiberin und seit 1893 sind zahlreiche Briefe von Anna Seidel an ihren Bruder Josef Kreimer in Freckenhorst erhalten. Ihr fließen seitenlange Briefe in Reimen aus der Feder, in denen sie sehr lebendig vom Pionierleben erzählt. Sie bat ihren Bruder Josef immer wieder, doch mit seiner Frau Anna zu einem Besuch nach Amerika zu kommen. Dieser Wunsch ging aber nicht in Erfüllung. Auch ihr sehnlicher Wunsch, Freckenhorst einmal wiederzusehen, blieb unerfüllt.

Die Nachkommen der Geschwister Kreimer leben heute noch als wohlhabende Farmer in Marshall/Illinois. Sie sind angesehene Familien in dieser ca. 8000 Einwohner zählenden Gemeinde und engagieren sich politisch, kirchlich und gesellschaftlich.

Der nach Freckenhorst zurückgekehrte Josef Kreimer blieb Handweber und Verleger und spezialisierte sich auf das Weben von Plüsch. 1906 eröffnete er mit der Firma „Josef Kreimer“ eine der ersten mechanischen Plüsch-Webereien in Freckenhorst. Sein Sohn Theodor gründete 1913 die Firma „Theodor Kreimer“, die viele Jahre lang der größte Arbeitgeber in Freckenhorst war und eine der bedeutendsten Velourwebereien Europas wurde.


Familie Kreimer 1924
 sitzend: Anna Kreimer, Josef Kreimer, Elisabeth Kreimer,
stehend: Bernhard Kreimer, Gertrud und Hans Kreimer, Theodor Kreimer, Änny Kreimer

 

Auch Theodor Kreimer reiste nie nach Amerika. Seine Frau Elisabeth führte aber einen regen Briefwechsel mit Anna Seidel und später mit deren Tochter Paula (Polly). Sie weigerte sich aber energisch in die USA zu fahren, „denn dort wohnen die Menschen ja in Baracken“. Damit meinte sie die Holzhäuser der Amerikaner. In Deutschland konnte man sich nicht vorstellen, dass diese Häuser schon damals eine wesentlich höhere Wohnqualität hatten als vergleichbare deutsche Häuser.

Erst in den 1950er Jahren kam es zu einem Wiedersehen mit der amerikanischen Verwandtschaft. Jimmy, der Ur-Ur-Enkel von Anna, war als Soldat in Bremerhaven stationiert. Er machte sich auf den Weg nach Freckenhorst, um die Heimat seiner Vorfahren zu besuchen und den deutschen Familienzweig der Kreimers kennen zu lernen. Jimmy wurde sehr herzlich aufgenommen und fühlte sich hier so wohl, dass er an seinen freien Wochenenden oft und gern nach Freckenhorst kam.

1962 fuhren Änny und Hubert Wolff in die USA und besuchten die Nachfahren der Auswanderer in Marshall. Sie wurden dort mit großer Herzlichkeit empfangen und lernten die amerikanische Großfamilie kennen und lieben.


v.l. Hubert Wolff, Caroline (dahinter), Hans Kreimer (Theodor Kreimers Bruder), Bernfried, Ruby, Else Wolff, Elisabeth Kreimer, Bua, Änny Wolff, Theo Eimer, Heinz Wolff

 

1963 kamen Ruby und Caroline zur Feier des 50jährigen Jubiläums der Firma Kreimer nach Freckenhorst. In der Zwischenzeit sind viele amerikanische Verwandte in Freckenhorst gewesen und der deutsche Familienzweig freut sich bei den munteren Familientreffen in Marshall/Illinois über die herzliche Aufnahme bei den sehr zahlreichen Nachfahren der Einwanderer von 1864.

 

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Johann Peter Stoffels - der begnadete Weber des nahtlosen Hemdes
von Mechtild Wolff

Johann Peter Stoffels wurde am 1.12.1817 als Sohn
eines Heimwebers in Saeffelen geboren. Er wuchs mit der Hausweberei auf und lernte das Weberhandwerk bei einem guten Lehrmeister, der von dem Talent seines Schülers sehr beeindruckt war. Nach der Lehre ging er auf Wanderschaft und vervollkommnete seine Fähigkeiten in der Gebildweberei. Wieder zurück in seinem Heimatdorf gelang es ihm 1843 aus maschinell gesponnenem, englischem Leinengarn nadelfrei und nahtlos ein Leinenhemd zu weben. Dazu war er wohl bei einer Wallfahrt zu „Heiligen Rock“ nach Trier abgeregt worden. Auf der Gewerbeausstellung in Aachen wurde er für seine kunstvollen Webprodukte mit einer Prämie von 180 Rthl und einer Erstattung der Reiskosten ausgezeichnet.

 Schon 1844 bekam Peter Stoffels eine Einladung nach Berlin zur „Deutschen Bundes- und Zollvereinsausstellung“. Sein nahtloses Hemd wurde dort als Kunstwerk belobigt. Johann Peter Stoffels aber wollte mehr lernen, nicht nur mehr Weberfähigkeiten, sondern auch mehr Allgemeinwissen. Er richtete an die Direktion der Gewerbeausstellung ein Gesuch, ihm bei seiner Weiterbildung behilflich zu sein. Diesem Gesuch legte er einen gewebten Preußenadler und ein „vollständiges gewebtes Beinkleid ohne Nadelstich“ für den König Friedrich Wilhelm IV. bei. Neben einem Gnadengeschenk von 25 Rthl „als Anerkennung seiner Kunstfertigkeit“ teilte der Regierungspräsident ihm mit, dass „des Königs Majestät Ihnen eine Stelle in der Weberschule zu Elberfeld auf seine Kosten verschafft hat und noch 200 Rthl auf zwei Jahre ausgesetzt hat zum eigenen Unterhalt für diese Zeit….“

Das war eine einzigartige Chance für Johann Peter Stoffels. Mit großem Erfolg und vielen Belobigungen schloss er seine Ausbildung an der Höheren Weberschule ab. 1848 kam er nach Freckenhorst. Welch ein Segen für das kleine Weberstädtchen, das durch die übermächtige Konkurrenz der mechanischen Webereien in England in tiefe Not geraten war! Durch Stoffels Verbindungen bekamen einige ortsansässigen Weber feste Aufträge und wurden angemessen entlohnt. Das war in der Legge leider nicht mehr der Fall gewesen. Johann Peter Stoffels sorgte außerdem für die Weiterbildung der Weber. Er ermunterte Lehrlinge und Gesellen zum Besuch der Fortbildungsangebote in der Sonntagsschule am Gymnasium Laurentianum in Warendorf.

Trotzdem blieb es schwer, durch Handweberei die Familien zu ernähren. Peter Stoffels suchte neue Wege und begann mit der Seidenweberei, die er aus dem Krefelder Raum kannte. Die Kreisverwaltung unterstützte ihn sehr, denn sie versuchte, die Seidenfabrikation im Kreis Warendorf heimisch zu machen. 1855 kaufte der Kreis 1000 Maulbeerpflanzen, die auch in Freckenhorst an verschiedenen freien Plätzen angepflanzt wurden. Das raue westfälische Klima erwies sich dann doch als nicht geeignet für eine Maulbeerzucht. Auch den Freckenhorster Webern machte das Arbeiten mit den feinen Seidenstoffen große Schwierigkeiten. Johann Peter Stoffels entwickelte eine neue Idee: Er gründete eine Schirmfabrikation! Die feine Gesellschaft schätzt elegante Schirme, die Parapluis, außerordentlich. Mit den handgewebten Seidenstoffen produzierte Stoffels über 12.000 Sonnen- und Regenschirme. So verschaffte er mehreren Familien ein regelmäßiges Einkommen und erntete 1880 auf der Gewerbeausstellung in Düsseldorf viel Lob und gute Aufträge. Durch seine Eheschließung mit der Freckenhorsterin Anna Elisabeth Sandhage 1865 stand ihm das Haus Sandhage an der „Rolle“ als Produktionsstätte zur Verfügung. Johann Peter Stoffels starb am 18. November 1890 als hochgeachteter Bürger. An diesen bemerkenswerten Weber und Unternehmer, der fortschrittliches Denken nach Freckenhorst brachte, erinnert heute die Johann-Peter-Stoffels-Straße, die mit Maulbeerbäumen bepflanzt ist. 

 

  

Interessantes und Aktuelles vom Heimatverein Warendorf

Überblick über die letzten Aktionen zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des Emsseeparks im Zusammenhang mit der Sanierung der Industriebrache (Brinkhausgelände)

Hiärwstvetellsels un Fettmarkt bien Krink

Ergebnisse des Moderationsprozesses zur Entwicklung der Industriebrache auf der Emsinsel

Rettet den Emspark! 130 alte Bäume dürfen nicht gefällt werden!

Baumzählung des Heimatvereins und des AK Emsinsel

3. Mahnwache des Heimatvereins Warendorf zum Erhalt des Emsseeparks

Plattdeutsch: Nen vullet  Ächterstüöwken

Hände weg vom Emsseepark! Sollen 130 alte Bäume gefällt werden?

2. Mahnwache des Heimatvereins und des AK Emsinsel

Bilder von der 2. Demonstration am 9. 9. 2019

Rede von Frau Mechtild Wolff auf der 2. Demonstration gegen die Zerstörung des Emsseeparks.

Hände weg vom Emsseepark!

Mahnwache de Heimatvereins und des AK Emsinsel

Bilder der machtvollen Demonstration für den Erhalt der Emsinsel und gegen deren Bebauung

Aufruf des Heimatvereins Warendorf an alle Warendorfer:
Helft uns, den Emspark zu retten!

Offener Brief an den Bürgermeister Herrn Linke

Für eine ökologische und klimagerechte Sanierung des Brinkhausgeländes am Emsseepark

"Adieu Scala..." Kinotipp des Heimatvereins

Sommersingen am Emssee

Planerwerkstatt zur Zukunft der Emsinsel und des Emsseeparks

Bürgerinformation zur Zukunft der Emsinsel im Emshof

Information der CDU über Planungsvorhaben der Stadt

Plattdeutsch: De leste Krinknommdag fö de Summerferien

Serenade im Tapetensaal

Plattdeutsch: Vetellsels von Franz Middendorf

Studienfahrt an den Niederrhein

Bericht über die Bürgerinformation zur künftigen Nutzung der Emsinsel

 Zur Bebauung der Emsinsel: Leserbrief von Mechtild Wolff

Struwenbacken im Gadem

Besuch bei unseren Nachbarn: Freckenhorst

Plattdeutsch: Von Pastor sine Kuh

Die warme Frühlingssonne bringt wieder Leben auf den Marktplatz

Jahreshauptversammlung

Informationsveranstaltung des Heimatvereins und des AK Emsinsel
"Die Emsinsel ist für alle da"

Der angesagte Sturm und Regen fielen aus: Der Rosenmontagszug fand statt
Prächtige Stimmung bei den Warendorfer Karnevalisten

Rundgang durch das Dezentrale Stadtmuseum mit viele Geschichten über die Bewohner der alten Häuser: Gadem am Zuckertimpen

Vorfrühling am Emssee: Temperaturen um 15°

Rundgang durch das Dezentrale Stadtmuseum mit viele Geschichten über die Bewohner der alten Häuser: Klosterstraße 7

Leserbrief zu den neuesten Planung betreff des Emsseeparks von Mechtild Wolff

Plattdeutscher Krink: Lichtmäs bien Krink