Wanderungen in Warendorf mit Norbert Funken:
Auf schmalen Pfaden rund um Warendorf

In der Bevermark - Mit Kindern im Nordwesten Warendorf - Durch die Velsener und Gröblinger Mark - Über die Hügel in Dackmar - Wanderung um das Gut Bockholt - Zwischen Ostbezirk und Hägerort - Über Sandwege zu den Hügelgräbern - Zwischen Golfplatz und Ems - Wasserwelt im Westen Warendorfs - Durch einen dunklen Wald über ein weites Feld

Brief von Dr. Antonius Kleickmann und Dr. Reinhold Schoppmann, Warendorf
(„Bürgerforum Warendorf“)
Zur
Neuplanung der Emsinsel unter Berücksichtigung von Starkregenereignissen
(3. 8. 2021)

 

An den
Rat der Stadt Warendorf
Lange Kesselstraße 4-6

48231 Warendorf                                                                         Datum: 26.7.2021

 

 

Anregung nach § 24 Gemeindeordnung-NW
Neuplanung der Emsinsel unter Berücksichtigung von Starkregenereignissen

 

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Horstmann,
sehr geehrte Damen und Herren im Rat der Stadt Warendorf,

 

die Starkregenereignisse der vergangenen zwei Wochen sind noch in aller Gedächtnis. Großflächige, Tage anhaltende Starkregenfälle haben mit bisher nicht vorstellbarer Wucht Bäche zu meterhohen Flutwellen anschwellen lassen.
Hunderte Menschen wurden mitgerissen, verletzt oder getötet. Dämme und Böschungen wurden mitgerissen, zahlreiche Häuser versanken in den Fluten, die Infrastruktur mit Versorgungsleitungen, Straßen, Bahnlinien und Brücken wurden auf Monate (oder auch Jahre) hin zerstört.

Auch wenn die Ems in Warendorf kein enges Tal wie an Mosel und Ahr bildet, auch wenn wir in und um Warendorf bis heute noch keine so katastrophalen Starkregenereignisse erleben mussten, ist unsere Stadt nicht zuletzt wegen der zahlreichen Zuflüsse oberhalb Warendorfs als hochgefährdet einzustufen. Vor dem Hintergrund der furchtbaren Tragödien an Mosel und Ahr lassen die einhelligen Aussagen der Wissenschaft keine andere Bewertung zu.

Im Blick auf unsere schon heute mit uns lebenden nachfolgenden Generationen bitten wir Sie, sehr geehrter Herr Bürgermeister, und Sie, die Mitglieder des Rates der Stadt, gemäß § 24 Gemeindeordnung NRW, die gesamte Planung zur Emsinsel, insbesondere ihrer Bebauung, wie auch die Maßnahmen zur Erfüllung der Wasserrahmenrichtlinie  (Emsdurchstich) einer kritischen Neubewertung zu unterwerfen, sie im Lichte des aktuellen Wissensstandes neu aufzustellen.

Zur Frage der Finanzierung weisen wir auf das Förderprogramm des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW vom 18.06.2021 zur Förderung „Grüne Infrastruktur“ hin. Das Programm ist auf der Homepage des Ministeriums einzusehen. Es fördert Projekte in der Reihenfolge des Eingangs (zunächst bis zum 30.09.2021) ab einer Größenordnung von mindestens 100 000 € bis zu 100 %.

Eile ist also geboten. Es ist ernst.

Für Ihr Engagement danken wir herzlich!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Antonius Kleickmann und Dr. Reinhold Schoppmann

 Unterstützer dieser Initiative:
Arbeitskreis Emsinsel,
Heimatverein Warendorf,
Verein der Altstadtfreunde Warendorf

Das Planverfahren „Neue Ems Ost“ gehört aktuell auf den Prüfstand!
von Sigfrid Krebse (2. 8. 2021)

Das Warendorfer „Planfeststellungsverfahren Neue Ems Ost 1.1. und 1.2“ (PFV) soll in Kürze im Bauamt ‚offengelegt‘ werden; Thema ist der Ems - Durchstich 1.1. durch den Stadtpark östlich der Industriebrache Brinkhaus, für die später eine höchst fragwürdige Bebauung vorgesehen ist, und 1.2. durch den nördlichen Teil der Linnenwiese (Unterer Lohwall). Die (gesetzlich vorgeschriebene) „Offenlegung“ des PFV geht von der grundsätzlichen Zustimmung der Bürgerschaft aus. 

Einwand: Der Rat der Stadt sollte diesmal bei der verfahrensleitenden Behörde in Münster (Bezirksregierung, Abteilung 5.54: Wasserwirtschaft, anlagenbezogener Umweltschutz) vorstellig werden und beantragen, die bisherige Planung aktuell auf den Prüfstand zu stellen.

Begründung: Eine Jahrhundertflut ist auch in der Warendorfer Emsaue im Ostmünsterland/ Emssandebene nicht nur möglich, sondern jederzeit auch extrem wahrscheinlich und dann zerstörend und verstörend. Schauen wir nur auf die jüngsten Flutkatastrophen durch Starkregen nicht nur in NRW/ z. B. Rheinland-Pfalz und Ahrtal, die in diesem Ausmaß niemand vorhergesehen hat! Die  Nachrichtenagentur Landesdienst Nordrhein-Westfalen (dpa/lnw) meldet zum Wochenende für den Juni 140 Liter Niederschlag, also Starkregen pro Quadratmeter, das sind 48Liter/qm mehr als im langjährigen Mittel. - Die „Hochwasserrisikomanagementplanung“ NRW ist mit Veröffentlichung der „Hochwasserrisikomanagementpläne“ im Dezember 2015 erstmalig abgeschlossen worden (https://www.flussgebiete.nrw.de). Auch diese gehören in der gegenwärtigen Klimakrise aktuell auf den Prüfstand. Eine EU-Richtlinie fordert, dass der Managementplan erstmalig bis 2021 und danach alle 6 Jahre überprüft und ggf. aktualisiert wird. Der Managementplan ist so offen zu halten, dass auch vor den vorgegebenen Aktualisierungsfristen weitere Gewässer aufgenommen werden können.

Konsequenz: Die dann für Warendorf akribisch überprüfte neuerliche „Offenlegung“ der Pläne seitens der Bezirksregierung sollte für die Bürgerschaft nicht nur im kleinformatigen Schaukasten auf dem Flur des Bauamts erfolgen, sondern in großformatigen Schautafeln im Freien, wie derzeit bei anderen Planverfahren der Stadt, z. B. auch vorbildlich für die Bürgerbeteiligung bei der Jahrhundertchance der Landesgartenschau 2026 aufgestellt. - „Einwände“ gegen das „Planfeststellungsverfahren Neue Ems Ost“ sind dann weiterhin rechtlich möglich, z.B. auch der „Einwand“ einer bislang im Vorfeld seit Jahren fehlenden wirksamen öffentlichen Bürgerbeteiligung beim genannten PFV „Neue Ems Ost“.

Sigfrid Krebse, "Arbeitskreis Neue Emsinsel"

 

 

 

Auf der Emsinsel darf nicht gebaut werden!
Brief an Herrn Pesch, Stadt Warendorf
von Walter Schmalenstroer (1. 8. 2021)

Sehr geehrter Herr Pesch,
vielen Dank für Ihre Antwort auf meine Mail vom 22. Juli 2021. Ich hatte Ihnen bezüglich der Hochwasserrisiken in Warendorf geschrieben, weil ich davon ausgehe, dass für Sie und auch für alle politisch Verantwortlichen in Warendorf es selbstverständlich ist, sich für Warendorf einzusetzen und auch Gefahren von unserer Stadt abzuwenden. So ist eine gemeinsame Zielrichtung vorhanden. Das ist gut so und erleichtert das Gespräch. Dies gilt auch für die Verbesserung der Hochwassersicherheit in bzw. für Warendorf. Gerne nehme ich Ihre Einladung an, mich mit Anregungen, aber auch mit Bedenken einzubringen. Nehmen Sie bereits diesen Brief als Beitrag zu diesem Prozess.

 
Über die Wege zum Ziel Hochwasserschutz gibt es unterschiedliche Vorstellungen. Dies gilt insbesondere für die Planungen zu „Neuen Ems“. Auch wenn der Planfeststellungsbeschluss für den westlichen Teil der „Neuen Ems“ rechtskräftig und es auch politisch so beschlossen ist, stellen sich viele Fragen:

 
1. Grundsätzliche Aspekte: ich möchte zunächst schlaglichtartig unter Zitierung aktueller Artikel grundsätzliche Fragen ansprechen: „Wir werden Maßnahmen implementieren müssen, um Hochwasser zu verhindern, zum Beispiel Entsiegelung, ….. oder Raum für die Flüsse. Wir können uns aktiv schützen, mit Deichen und Mauern zum Beispiel. Aber man kann eben auch eine andere Strategie fahren, um sich anzupassen, zum Beispiel …. generell eine darauf ausgelegte Bauweise. Ein ganz wichtiger Aspekt bei den Maßnahmen ist ganz sicherlich die Raumplanung. Sie ist der effektivste Schutz vor Hochwasserkatastrophen. Denn der Fluss oder das Meer sind nicht die Bösen, sondern die Leute bauen dort, wo der Fluss einst ausgeufert ist. Sie haben ihn auch oft verengt. (HOCHWASSERSCHUTZ»Verhindern, schützen, anpassen« Lars Fischer,
www.spektrum.de/news/hochwasser-verhinder n-schuetzen-anpassen/1899532 artikel vom 28.7.2021 abgerufen am 28.7.2021) „In den letzten Jahren und Jahrzehnten wurde – zu Recht – kritisiert, dass viele Flüsse und sogar Bachläufe in Mitteleuropa in ein enges Korsett gezwängt wurden: Gewerbe- und Wohnsiedlungen wurden ebenso wie Straßen in ehemaligen Auenlandschaften gebaut, die zum natürlichen Überflutungsbereich der Fließgewässer gehören. Stattdessen errichteten die Wasserbaubehörden Dämme, die ebenjene Überschwemmungen verhindern sollten, aber das Problem durch erhöhte Fließgeschwindigkeiten einfach nur flussabwärts verlagerten.“ (FLUTKATASTROPHE Kein hausgemachtes Hochwasser von Daniel Lingenhöhl Artikel vom 03.06.2013 www.spektrum.de/kolumne/flutkatastrophe-hochwasser-in-deutschland/ 1197092  abgerufen am 28.7.2021) Berücksichtigt man diese Ausführungen, die offenbar den gegenwärtigen Stand der Wissenschaft darstellen, würde dies konkret für Warendorf bedeuten: die Brinkhausbrache sollte nach Abbruch der nicht verwendbaren Industriebauten entsiegelt werden; dabei würde gleichzeitig ein Naturraum entstehen, der im Falle eines Hochwassers als Ausgleichsfläche dienen könnte. Vorhandene Rasen und Baumbestände würden dabei kaum größere Schäden erleiden. Sinnvoll wäre vor allem eine Raumplanung, die verhindert, dass dort neu gebaut wird, wo der Fluss Schaden anrichten kann. Professor Stefan Greiving vom Institut für Hochwasserplanung der Technischen Universität Dortmund geht sogar soweit, dass er beim Hochwasserschutz im Sinne von Risikovorsorge nicht nur eine Bebauung in Risikobereichen ablehnt, sondern sogar in bestimmten Fällen sogar eine „Entsiedelung“ von gefährdeten Flächen für notwendig hält. Es ist notwendig, hier auf Experten zu hören. Die grundsätzliche Aussage lautet insgesamt: in Risikogebieten darf nicht neu gebaut werden.  
2. Konkrete Fragen an das Konzept der „Neuen Ems“: Die aktuelle Situation bei Hochwasser sieht so aus, dass anströmende Wasser (durch Pfeile dargestellt) durch Emssee und Flusslauf an der Stadt Warendorf vorbei auf den Lohwall und die dahinter liegenden Wiesen und Äcker geleitet werden (s. Bild):

 
Bei Extremhochwassern stellen sich zu den Planungen der „neuen Ems“ viele Fragen:


An Stelle 1: Wird bei (extrem) stark anströmendem Wasser an der Abzweigstelle das Wasser wirklich brav den vorgesehenen Weg nehmen oder (was wahrscheinlicher ist) wird der Wasserstrom nicht versuchen, auch die durch den kleinen Pfeil angedeutete Richtung zu nehmen? Vermutlich ist das Brinkhausgelände im Extremfall nicht wirklich geschützt.

 
Zu Stelle 2: Was geschieht bei Extremhochwasser, wenn sich der reißende Durchfluss durch den Emssee und die starken Strömungen durch die „neue Ems“ vereinen? Die Wassermengen, die den Emssee durchfluten, reichen aktuell für den Durchfluss bei stärkeren Hochwassern aus. Was geschieht, wenn dieser Durchfluss und das Wasser der „Neuen Ems“ sich vereinen? Dann entsteht doch wohl eine Superwelle, die insbesondere die Häuser auf der Seeseite der Milter Straße in Mitleidenschaft ziehen werden(4). Das Emstal in diesem Bereich hat nur einen gegebenen und nicht beliebig vergrößerbaren Querschnitt und kann nur ein bestimmtes Wasservolumen schadlos abführen. Leitet man Wasser aus dem aktuellen Emslauf in Richtung Emssee um, wird dieses in Kombination mit dem den Emssee flutenden Wassern in andere Bereiche gelangen. Bei extremen Hochwasser wird dann der Bereich von Sassenberger und Milter Straße durch Hochwasser betroffen sein. Reicht der Durchlass der Brücke über den Emssee aus, ein auf diese Weise gesteigertes Hochwasser ohne einen Rückstau abführen zu können? Sind dann Schäden an der Brücke zu befürchten oder ist gar ein Rückstau mit kaum kalkulierbaren Folgen möglich? Ist der gewünschte Schutz der Emsinsel durch Überschwemmung anderer Gebiete erkauft? Das kann doch keiner wollen.

 
Zu Stelle 3: Noch problematischer wird dies durch folgenden Aspekt: Bei der Vereinigung der Durchflüsse von Emssee und „Neuer Ems“ kann es bei Hochwassersituationen auch zu unkontrollierbaren Verwirbelungen und Strömungen an Stelle 3 kommen. Welche Gewalt werden diese Wirbel erzeugen? Werden dann Wasser die Häuser an der Sassenberger Straße und der Sophienpark (evtl. sogar bis hin zum Landgestüt) betroffen sein? Im Falle eines Schadens könnten hier Schadensersatzforderungen der Anlieger fällig werden. Müssen dann zur Verhinderung solcher Schäden im Bereich des Emssees Deichanlagen errichtet werden, was nicht der Idee eines städtischen Erholungsgebietes (Gartenschau!!) entspräche? Sind solche Eindeichungen evtl. sogar auch ohne Hochwasser notwendig? Schließlich bildet die nördliche Seite des Emssees ja den Prallhang, auf den die Fluten der „Neuen Ems“ auftrifft. Die ständige Strömung der „Neuen Ems“ könnte die Nordseite des Emsseeparks und den Sophienpark gefährden.

 
Fragen über Fragen! Je intensiver ich mir die Planungen anschaue, desto fragwürdiger wird das ganze Projekt. Lassen sich die hier gestellten Fragen konkret und sachlich beantworten? In der Hydrologie werden hydrodynamische Computermodelle verwendet; noch konkreter ist der Bau eines Landschaftsmodells, das Wasserflüsse im „Miniaturmaßstab“ untersuchen lässt. Wäre es nicht angebracht, hier sachlich und nüchtern ohne politische und wirtschaftliche Vorgaben zu untersuchen? Besser vorher prüfen als später den Schaden zu haben.
In meinem Brief bin ich auf den Aspekt Klimaschutz und Klimaanpassung nur am Rande eingegangen, sondern ich habe den Focus auf den Hochwasserschutz und die „Neue Ems“ gerichtet. Ich gehe allerdings davon aus, dass die Veränderungen des Klimas erhöhte Anstrengungen im Hochwasserschutz notwendig machen und dass diese Veränderungen es notwendig machen, vorhandene Planungen in Frage zu stellen und sachlich zu überprüfen. Die Wiedernutzung heute bereits versiegelter Flächen im Bereich der Industriebrache Brinkhaus stellt doch wiederum eine Versiegelung dar und ist wohl kaum ein Beitrag zum Klimaschutz. Mit freundlichem Gruß

 

Gebt der Ems ihre Aue zurück!!!
von Mechtild Wolff (22. 7. 2021)

Verstörende Bilder von Hochwasserschäden dominieren gerade unsere Medien. Auch Warendorf liegt an einem Fluss und Hochwasser durch Starkregen haben wir schon oft erlebt. Gott dank haben die Politiker der 1970er Jahre mit dem Bau des Emssees und dem großen Hochwasserraum auf den Linnenwiesen Vorsorge getroffen, dass die reißenden Fluten die Innenstadt nicht erreichen. Die Ems und die Emsaue hat genügend Raum für normale Hochwasser. Lediglich die intensiv bebaute Emsinsel bildet einen Pfropf, der entfernt werden müsste.

Wie konnte es zu diesem Pfropf kommen?

Die Firma H. Brinkhaus wurde 1879 von Hermann Josef Brinkhaus in die Emsaue gebaut, weil eine Textilfirma die Ems als Wasserquelle brauchte. Diesen 1. Bauabschnitt der Firma hätte die Emsaue noch verkraften können, aber im Laufe der Jahre wuchs die Firma und immer mehr Fertigungshallen mussten gebaut werden. So entstand der Pfropf in der Emsaue.

Da die Weberei in der Zwischenzeit ihre Tätigkeit eingestellt hat, besteht jetzt die Jahrhundertchance für eine kluge Neuplanung. Ein Großteil der alten Hallen kann abgerissen werden und die Emsaue kann zu dem werden, was sie einmal war: Der breite Grüngürtel für die Ems. So könnten wir der Ems zurückgeben, war ihr einst genommen wurde.

Diese Chance wird vertan, wenn es zu der vom Investor gewünschten intensiven Bebauung kommt. Dann wird in Warendorf das getan, was in anderen Städten jetzt rückgebaut wird - die Versiegelung der Uferzonen. Ist das wirklich noch zeitgemäß? Wäre es für unsere Stadt nicht viel wichtiger, die stadtnahe Grünzone zu erweitern als Antwort auf eine eventuelle Klimaerwärmung?

Können unsere Politiker es wirklich verantworten, hier eine intensive Bebauung zu genehmigen, die zwar dem Investor nützt, aber der Stadt schadet?

Wir Bürger können nur entsetzt zusehen und uns fragen: „Warum?“

Noch ist es nicht zu spät, das Ruder kann noch herumgerissen werden zum Wohle unserer Stadt und als Chance für eine erfolgreiche Landesgartenschau. Die Entscheidungshoheit liegt bei der Politik! Der Heimatverein und viele Bürger hoffen auf kluge Entscheidungen.

 

Mechtild Wolff

Heimatverein Warendorf e.V.

Auf der Emsinsel darf nicht gebaut werden
von Walter Schmalenstroer (23. 7. 2021)

Die Bilder der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz, NRW und Bayern zeigen die zerstörerische Gewalt des Wassers und die riesigen Schäden, die es anrichten kann. Solche extremen Ereignisse hatte man nicht erwartet. Es kam schlimmer, als man es je gedacht und berechnet hatte. Solche durch Starkregen und Überflutungen verursachte Katastrophen werden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten häufiger, sagen die Experten. Was man einst „Jahrhunderthochwasser“ nannte, wird nun mehrmals im Jahrhundert stattfinden. Seltener als einmal im Jahrhundert stattfindende Extremhochwasser hielt man bislang für wenig wahrscheinlich (niedrige Wahrscheinlichkeit HQextrem). Doch diese Wahrscheinlichkeiten haben sich geändert. Wahrscheinlich werden wir Extremhochwasser noch in  den kommenden Jahrzehnten erleben. Bereits in den Jahren 2002, 2010, 2013, 2014, 2016 gab es in Deutschland schwere, in dieser Stärke nicht erwartete Hochwasser. Wir brauchen eine realistischere Einschätzung bezüglich Plötzlichkeit und Gewalt von Unwettern, die auch Leben kosten können, so Ortwin Renn, Direktor am Institut für transformative Nachhaltigkeit in Potsdam. Zum Realismus gehört es auch wahrzunehmen, dass sich die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Risiken erhöht.

 

Die Bilder der Flutkatastrophe beunruhigen mich, wenn ich an Warendorf denke. Auch in Warendorf kann es Hochwasser im Bereich der Ems geben. Aktuell existiert ein guter Hochwasserschutz, wo große Wassermengen durch den Emssee an der Stadt vorbei auf den Lohwall geleitet werden. Es entsteht kaum Schaden. Doch in Zukunft sollen bislang seltene extreme Hochwasserlagen zunehmen. Dann wird es auch in Warendorf Überschwemmungen geben. Nützlich ist ein Blick auf die Hochwassergefahrenkarte des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz: www.flussgebiete.nrw.de/system/files/atoms/files/3_ems-system_a02_rk_nw_b009.pdf. Bestimmte Gebiete unserer Stadt erweisen sich auf dieser Karte bei Extremhochwasser als gefährdet (z.B. die dem Emssee zugewandte Seite der Sassenberger und Milter Straße, die Bleichstraße usw.). Deutlich wird auch, dass die Emsinsel mit dem Brinkhausareal Überschwemmungsgebiet ist. Die geplante Umlegung des Emsverlaufs („neue Ems“) kann daran wohl nur wenig ändern. Die „neue Ems“ ist ja nicht anderes als eine weitere, unökologische Kanalisierung der Ems und besteht aus einer einfachen Betonrinne. Sie wird wohl kaum reißende Wassermassen zurückhalten können, wenn diese sich zerstörerisch einen Weg bahnen. Eventuell wirkt sich der durch die Rinne geänderte Strömungsverlauf des Wassers in diesem Falle negativ auf sonst nicht betroffene Gebiete aus, die dann überflutet werden. Das Brinkhausareal ist also durch Hochwasser gefährdet. Eine solche Katastrophe wie in Rheinlandpfalz, NRW und Bayern sollte es in Warendorf nicht geben. Deshalb gilt: Auf dem Brinkhausareal darf nicht gebaut werden. Auch wenn nicht gebaut wird, ist eine Gartenschau möglich und kann gut gelingen.

 Lesen Sie hierzu auch den ausführlichen Brief an die Stadt Warendorf....

Walter Schmalenstroer

Leben und Wirken von Hermann Josef Brinkhaus   (1819-1885)
Unternehmer mit Ideen und Pionier der Warendorfer Textilindustrie
von Mechtild Wolff

Hermann Josef Brinkhaus stammte aus einem alten, sehr geachteten Textilhändlergeschlecht in Horstmar. Seine Vorfahren hatten dort über Jahrhunderte viele öffentliche Ämter bekleidet und waren mehrmals Bürgermeister gewesen. Ihren Wohlstand erwarben sie mit dem Leinwandhandel. Die reichen holländischen Nachbarn waren dankbare Abnehmer des guten westfälischen Leinens, sowohl für den eigenen Bedarf, als auch für den Handel mit den Kolonien. Hermann Josef Brinkhaus wuchs also mit den Erfolgen, aber auch den Sorgen und Nöten der Textilhändler auf. Ein einschneidender Einschnitt in seinem Leben war der frühe Tod seiner Mutter. Sie starb bei der Geburt des jüngsten Kindes, Hermann Josef war gerade erst zwei Jahre alt. Seine Geschwister und er wuchsen nun bei der Großmutter in Borghorst auf.

Der fünfzehnjährige Hermann Josef wollte die Textil-Tradition der Familie fortsetzen. Darum ging er nach Barmen und machte dort eine vierjährige Kaufmannslehre. Hier lernte er kaufmännisches Denken und Rechnen und begegnete erstmalig dem technischen Fortschritt.

1838 kam er zurück nach Borghorst und dachte, die Welt steht ihm offen. Das war aber ganz und gar nicht so. Sogar als Kaufmannssohn musste er erfahren, wie schwer es war, den richtigen Platz für eine gute Weiterbildung zu bekommen. Er war auch bereit, im ersten Jahr ohne Salär, also nur für Kost und Logis zu arbeiten, aber auch auf dieser Basis fand sich nichts Geeignetes. Darum begann er im Leinengeschäft seines acht Jahre älteren Bruders in Borghorst zu arbeiten. Hier erlebte er hautnah den Niedergang der Leinenweberei - die Geschäfte gingen schlecht, in Borghorst wie überall im Münsterland. Als aussichtsreich erlebte er die Kattun-Herstellung, also den Handel mit Baumwolle.  In einem Brief ist zu lesen, dass sie „schon 20 Centr. Twist von Manchester erhalten haben, theils Ketting, theils Einschlag“. Nach dieser Textstelle wurde später die Werkzeitung „Ketting und Einschlag“ der Firma Brinkhaus benannt. Hier im Westmünsterland erlebte Brinkhaus die Umstellung auf den modernen Faserstoff Baumwolle, er lernte die Tätigkeit des Textilverlegers kennen und die neue fabrikmäßige Organisation der Arbeitskräfte. All das wird ihm später sehr nützlich sein.

In Borghorst begegnete Hermann Josef Brinkhaus der sympathischen und selbstbewussten Johanna Ostermann (1823-1911), die hier ihre Großtante Jeannette besuchte. Sie lebte bei ihren Großeltern, dem Hofrat Dr. Katzenberger und seiner Frau Anna Elisabeth in Warendorf. Hermann Josef verliebte sich in Johanna und folgte ihr 1843 nach Warendorf. Schon ein Jahr später erwarb er die Bürgerrechte der Stadt und heiratete Johanna Ostermann am 24. September 1844.


Verlobungstassen von Johanna Ostermann und Hermann Josef Brinkhaus

   

Die Hochzeit wurde im hochherrschaftlichen Haus ihrer Großeltern an der Ritterstraße 692, heute Klosterstraße 7, in dem schönen Saal mit den historischen Bildtapeten gefeiert. Durch diese Heirat kam ein innovativ denkender Unternehmer aus dem fortschrittlicheren Westmünsterland nach Warendorf, der durch Tatkraft, Mut und Unternehmergeist wesentlichen Fortschritt in unser kleines Landstädtchen brachte.

In Warendorf betätigte sich Hermann Josef Brinkhaus zuerst als Textilverleger und als Manufakturwarenhändler. Er hatte das Eckhaus Emsstraße/Mühlenkolk gekauft, dort verkaufte er Textilien aller Art.

 

1849 starb Johannas Großmutter Anna Elisabeth Katzenberger und Hermann Josef Brinkhaus kauft aus der Erbmasse das Haus an der Ritterstraße für 4000 Taler und wohnt dort fortan mit seiner immer größer werdenden Familie. Eine Remise neben seinem Haus nutzte er als Lager für die Leinenballen seines Textil-verlages und bald richtete er hier die erste kleine Faktorei ein, in der Lohnweber für ihn arbeiteten.

Im Haus Klosterstraße 7 begann also die Geschichte der Firma Brinkhaus.

Hermann Josef Brinkhaus sah aber, dass die Zeit des Leinens vorbei war. Die Leinwand hatte Warendorf einst zu einer blühenden Handelsstadt gemacht, die sogar in den Hansebund aufgenommen wurde. Jetzt war sie, wie einer Bittschrift an den König von 1830 zu entnehmen ist, zu einer armseligen Ackerstadt herabgesunken. Brinkhaus sah in der Baumwollweberei das Gebot der Stunde. Die Zukunft lag in der mechanischen Weberei - und diese Zukunft wollte er mitgestalten.

Dafür brauchte er Geld, mehr Geld, als er selbst besaß. Das fand er bei seinem finanzstarken Jugendfreund, den Textilkaufmann Eduard Wiemann (1817-1898). 1847 gründete er mit ihm zusammen die Firma „Brinkhaus & Wiemann“. Die mutigen Unternehmer kauften das alte Waisenhaus an der Kirchstraße und begründeten dort eine Faktorei, allerdings immer noch auf der Basis der Leinen-Handweberei. Brinkhaus und Wiemann aber wollten mehr - die mechanische Baumwollweberei war ihr Ziel. Weil sie dafür ausgezeichnete Weber brauchten, richteten sie im Haus Kirchstraße 6 eine Webschule ein, in der die Leineweber mit der Baumwollweberei vertraut gemacht wurden.

Briefkopf der Firma "Brinkhaus und Wiemann" an der Kirchstraße 1864

  

1861 war es dann endlich so weit, die erste mechanische Weberei startete mit einer 12 PS starken Dampfmaschine. Natürlich waren zuerst hohe Hürden in der Verwaltung, aber auch in der Bevölkerung zu überwinden. Aber das Geschäftskonzept funktionierte und Warendorf profitierte ganz entscheidend davon. Die Weber konnten ihren Lebensunterhalt wieder verdienen, endlich waren die Jahre des Niedergangs vorbei. Mit der mechanischen Weberei machte Warendorf seinem Namen als bedeutende Textilstadt wieder alle Ehre. Diese Entwicklung war Hermann Josef Brinkhaus und Eduard Wiemann zu verdanken. Das Industrie-Zeitalter hatte auch in Warendorf begonnen!

Die schlechte Verkehrsanbindung unseres kleinen Landstädtchens stellte allerdings ein Problem dar. Hermann Josef Brinkhaus begann schon früh, sich für einen Eisenbahnanschluss einzusetzen. Es dauerte aber noch bis 1887, also über 25 Jahre, ehe eine Bahnstrecke durch Warendorf verwirklicht wurde. Noch heute ist der alte Bahnhof an der B 64 ein lebendiges Zeugnis.

Das Unternehmen „Brinkhaus und Wiemann“ wuchs und platzte an der Kirchstraße bald aus allen Nähten. Brinkhaus wollte eine entscheidende Erweiterung, Wiemann aber war zögerlich. So kam es 1879 zur Trennung.  Eduard Wiemann erwarb für 200 000 Mark die Firmengebäude und führte mit seinem neuen Kompagnon Christoph Bispinck die mechanische Weberei unter dem Namen „Wiemann & Bispinck“ weiter.

Hermann Josef Brinkhaus gründete 1879 die Firma „H. Brinkhaus“. Der Bau der neuen Weberei auf der anderen Seite der Ems ging in großer Eile vonstatten, denn die Produktion durfte nicht unterbrochen werden. Bei der Trennung war ein Teil der Webstühle und anderer Produktionsmittel am Brinkhaus gefallen. Diese Maschinen wurden behelfsmäßig in der Spinnerei der Firma Gebr. Rath in Sassenberg aufgestellt wurden. So blieben die Weber der Firma Brinkhaus in Arbeit und Lohn und die Produktion lief weiter.

 

Briefkopf der Firma Brinkhaus von 1879

   

Am 28. August 1879 legte die Schwiegertochter Hermine Brinkhaus, die junge Frau von Hermann Brinkhaus, den Grundstein für die neue Fabrik an der Ems. Schon am 30. Oktober, nach nur zwei Monaten, hatte die Firma Carlé das neue Fabrikgebäude unter Dach gebracht, sogar der 100 Fuß hohe Schornstein und die Sheddach-Hallen waren fertig. Es ist unglaublich, mit welcher Geschwindigkeit, Präzision und Schönheit damals gebaut wurde.

Im Januar 1880 klapperten hier mehr als 130 Webstühle für über 50 verschiedene Baumwollgewebe. Die Belegschaft war auf über 100 Mitarbeiter angewachsen. Mehr und mehr übernahmen nun die beiden Söhne Hermann und Bernhard Brinkhaus die Verantwortung in der Firma. Schon fünf Jahre nach der Eröffnung der neuen Firma verstarb Hermann Josef Brinkhaus am 24. Februar 1885 im Alter von nur 66 Jahren. Die Firma Brinkhaus musste von ihrem Firmengründer Abschied nehmen, die Stadt Warendorf verlor einen engagierten Bürger, der sich viele Jahre lang als liberaler Stadtverordneter um die Fortentwicklung der Stadt verdient gemacht hatte. Er hinterließ seine Frau Johanna geb. Ostermann und seine Söhne Hermann, Hugo, Paul und Bernhard, sowie seine erst 16 Jahre alte Tochter Sophie. Vier Kinder waren ihm schon im Tod vorausgegangen. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde er auf dem Warendorf Friedhof begraben.

Mechtild Wolff

Quellen:
Hermann Josef Brinkhaus und Dr. Paul Casser: Vom Werden und Wachsen der Brinkhaus Inlett-Webereien Warendorf 1951

Dr. Paul Leidinger: Hermann Josef Brinkhaus (1819-1885) und die Anfänge der Industrialisierung in Warendorf 1996

Ketting und Einschlag, Werkzeitungen der Inlettweberei H. Brinkhaus 1950-63

  

 

 

Firma „H. Brinkhaus“  1879-2011
von Mechtild Wolff

 

 Nach der Trennung von Eduard Wiemann gründete Hermann Josef Brinkhaus 1879 die Firma „H. Brinkhaus“ und baute auf der Emsbleiche am nördlichen Emsufer die neuen Fabrikgebäude. Brinkhaus kaufte moderne Webstühle und die neuartige Gasbeleuchtung sorgte für gleichmä-ßiges Licht. Es klapperten jetzt über 130 Web-stühle und die Belegschaft war auf über 100 Mitarbeiter angewachsen. Weiterlesen.....

 

 

Warum sind die historischen Brinkhaus-Gebäude so wichtig für Warendorf?
von Mechtild Wolff (12. 1. 2021)

Der Heimatverein hat zusammen mit dem Arbeitskreis Emsinsel einen Antrag an den Bürgermeister und den Rat der Stadt gestellt, die historischen Gebäude der Firma Brinkhaus mit der Wagenhalle und dem Pförtnerhäuschen unter Denkmalschutz zu stellen. Warum ist das wichtig für Warendorf?

Warendorf hat Jahrhunderte lang von der Weberei gelebt und mit der Industrialisierung brachte die Textilindustrie Wohlstand in die Stadt und das Umland. 1879 baute Hermann Josef Brinkhaus seine Weberei direkt an die Ems - notgedrungen, denn Webereien brauchten Wasser. Dieser Firmenneubau wurde mit viel Sinn für Schönheit errichtet, gebaut von der Warendorfer Firma Carle´ mit Feldbrandsteinen aus Freckenhorst. Noch heute befindet sich im Giebel des historischen Bürogebäudes ein Sandstein mit der Jahreszahl 1879.

Ja, die Firma Brinkhaus suchte sich immer die besten Baumeister für ihre Firmenneubauten. So auch im Zweigwerk Freckenhorst,  das 1908 von dem bedeutenden Industriearchitekten Phillip Jakob Manz aus Stuttgart gebaut wurde. Bedauerlicherweise wurden die hochwertigen Freckenhorster Fabrikgebäude abgerissen und durch Aldi-Architektur ersetzt. Auch in Warendorf sollen jetzt die letzten Zeugen der textilen Vergangenheit unserer Stadt beseitigt werden.

 

Die Wagenhalle (links) und das Pförtnerhäuschen (rechtes Bild) der Firma Brinkhaus in Warendorf

 

Als die Firma Brinkhaus sich 1950 entschloss, für ihre LKW neue Garagen und für den Pförtner ein Häuschen am Fabrikeingang zu bauen, beauftragte die Geschäftsleitung den sehr angesehenen münsteraner Architekten Heinrich Bartmann mit der Planung.

 

Wer war dieser Heinrich Bartmann? (1898 - 1982)

Er war von 1945 bis 1948 Stadt-Baurat der Stadt Münster und somit an vorderster Front verantwortlich für den Wiederaufbau der völlig zerstörten Stadt. Auch damals schon fand der Kampf zwischen Tradition und Moderne statt. Die münsteraner Architekten wollten ihre eigenen Ideen bei der Gestaltung des Prinzipalmarkts verwirklichen und ihn mit modernen Gebäuden der angesagten Betonarchitektur bebauen. Der kluge Stadtbaumeister Heinrich Bartmann aber konnte sich mit seinen Vorstellungen durchsetzen, den Charakter Münsters zu wahren und den Prinzipalmarkt und anderer Innenstadtbereiche nach alten Vorbildern zu rekonstruieren. Ohne Heinrich Bartmanns ausgeprägten Sinn für Tradition und Schönheit hätte der Prinzipalmarkt seinen einmaligen Charakter wohl kaum erhalten können. 

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Brief an den Bürgermeister Herrn Horstmann  und Antrag des Heimatvereins Warendorf und des Arbeitskreises Emsinsel bezüglich der Zukunft der Emsinsel und des Emsseeparks

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Horstmann,

wie Ihnen ja bekannt ist, machen sich der Heimatverein und der AK Emsinsel große Sorgen, dass die Entwicklung auf der Emsinsel in eine für Warendorf schädliche Richtung läuft. Unsere Stadt hat Jahrhunderte lang von der Weberei gelebt und die Firma Brinkhaus hat Warendorf entscheidend geprägt. Die sog. „Warendorfer Position“ aus 2020 zeigt deutlich, dass nun alle Spuren der Textilgeschichte beseitigt werden sollen. Bedauerlicherweise steht auf dem Gelände Brinkhaus nur die Fassade des historischen Bürogebäudes von 1879 unter Denkmalschutz und wenn ich die Ereignisse des letzten Jahres richtig deute, wird bei der Neugestaltung der Emsinsel nur diese Fassade stehen bleiben. Dass sie schon jetzt dem Investor ein Dorn im Auge ist, konnte man Anfang 2020 sehen, als viele Fenster mutwillig und klammheimlich herausgerissen wurden und sich wochenlang niemand darum kümmerte – auch nicht unser Bauamt. Erst als Bürger vehement protestierten wurde ein provisorischer Wetterschutz eingebaut.

Leider müssen wir davon ausgehen, dass die Fassade bei den Bauarbeiten einen „Unfall“ erleiden wird und einstürzt und die Verantwortlichen sagen dann „schade“ und das Problem ist vom Tisch und einer unbehinderten „modernen“ und dadurch kostengünstigeren Bebauung steht nichts mehr im Wege.

Darum halten wir es für unbedingt erforderlich, dass sich die Stadt Warendorf für einen weitergehenden Denkmalschutz für die Fabrikgebäude und die Wagenhalle mit dem Pförtnerhäuschen – s. Antrag – einsetzt.

Das ist nicht im Sinne des Investors, das ist uns bekannt.

 

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Interessantes und Aktuelles vom Heimatverein Warendorf

Auf der Emsinsel darf nicht gebaut werden!
von Walter Schmalenstroer

Gebt der Ems ihre Aue zurück!
von Mechtild Wolff

Unsere Bürgermeister:
Heinrich Kleine
Johann Caspar Schnösenberg
Wilhelm Diederichs
Hugo Ewringmann
Heinz Kreuzer
Lorenz Tewes

Wie waren das Abitur und die Schule vor 60 Jahren?
Erinnerungen an die „Schule von gestern“
1960 - 2020: 60 Jahre Abitur am Mariengymnasium Warendorf

Die Corona Pandemie hat Warendorf weiter fest im Griff: Bilder vom 7. 4. 20

Frühling 2020 in der Emsaue: Kanadagänse brüten in den Nestern der Fischreiher

Warendorf im Zeichen der Corona Epidemie

Plattdeutsch: Glücksiäligst Nie Jaohr

Warendorfer Weihnachtswäldchen

Überblick über die letzten Aktionen zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des Emsseeparks im Zusammenhang mit der Sanierung der Industriebrache (Brinkhausgelände)

Ergebnisse des Moderationsprozesses zur Entwicklung der Industriebrache auf der Emsinsel

Rettet den Emspark! 130 alte Bäume dürfen nicht gefällt werden!

Baumzählung des Heimatvereins und des AK Emsinsel

Plattdeutsch: Nen vullet  Ächterstüöwken

Hände weg vom Emsseepark! Sollen 130 alte Bäume gefällt werden?

2. Mahnwache des Heimatvereins und des AK Emsinsel

Bilder von der 2. Demonstration am 9. 9. 2019

Rede von Frau Mechtild Wolff auf der 2. Demonstration gegen die Zerstörung des Emsseeparks.

Hände weg vom Emsseepark!

Mahnwache de Heimatvereins und des AK Emsinsel

Bilder der machtvollen Demonstration für den Erhalt der Emsinsel und gegen deren Bebauung

Aufruf des Heimatvereins Warendorf an alle Warendorfer:
Helft uns, den Emspark zu retten!

 

 

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 Heimatverein Warendorf e.V.
An der Kreutzbrede 7
48231 Warendorf
IBAN DE89400501500000063156
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E-Mail: vorstand@heimatvereinwarendorf.de
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