Fragen an den Bürgermeister und die Ratsmitglieder in der Bürgerfragestunde
der Ratssitzung vom 28.9.2022 zum Thema:
Bauen auf der Emsinsel – Bauen in den Auen der Ems?

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren des Rates

 

Vieles, was hier auf der Emsinsel geplant wird, kann eine schöne Bereicherung für Warendorf werden. Nur eines verstehe ich nicht und da spreche ich auch für den Heimatverein und für eine Vielzahl von Bürgern:

Warum halten die Politiker mit Zähnen und Klauen an der Wohnbebauung fest? Es ist doch nun wirklich nicht erst seit der Katastrophe an der Ahr bekannt, dass Bauen in Flussauen mit großen Risiken verbunden ist und dem Naturschutz-gedanken entgegensteht.

Warendorf bemüht sich um den Umweltschutz. Es werden viele Projekte auf den Weg gebracht. Das kostet alles sehr viel Geld! Und auf der Emsinsel will man dann eine Bebauung – und es wird mit Sicherheit eine extrem intensive Bebauung werden, denn der Grund und Boden ist teuer – man will eine Bebauung in der Emsaue genehmigen? Warum? Nur um Einnahmen zu akquirieren? Das kann es doch nicht sein, denn im gleichen Atemzug verzichtet die Stadt auf die Bezuschussung von bis zu 80% für die verkauften Quadratmeter? Lohnt es sich dafür, diesen hohen Preis zu zahlen und das wichtigste Erholungsgebiet Warendorfs zu verschandeln? Warendorf lebt von hoher Lebens- und Freizeitqualität und erweist sich mit dieser Bebauung einen Bärendienst.

Immer wieder wird das Argument vorgebracht: Wir brauchen Bauland! Haben wir Mangel an erschließbarer Baufläche? Ganz bestimmt nicht, wir leben nicht in einer Situation, wo rechts Berge und links ein Fluss alle Möglichkeiten begrenzt. Wir haben genügend stadtnahe Flächen, die bei Bedarf bebaut werden können. Und einen Maisacker zu bebauen ist immer noch das geringere Übel als einen Stadtpark!

Oder stehen doch immer noch Investoreninteressen im Hintergrund?! Haben wir da nicht schon genug Lehrgeld gezahlt. Ein Beispiel ist das Projekt Bürgerhof. Da wurde uns auch der Himmel auf Erden versprochen und am Ende stand der Abriss des Bürgerhofs und noch heute steht die Kreisstadt Warendorf ohne Veranstaltungshalle da. Wir müssen doch irgendwann realisieren, dass Investoren ihre eigenen Interessen verfolgen, aber unsere Verwaltung und unsere Politiker müssen die Interessen und die Wünsche der Bürger der Stadt Warendorf verfolgen – und das ist ganz bestimmt nicht eine Wohnbebauung auf der Emsinsel – auch wenn sie noch so ökologisch ist.

 

Mechtild Wolff

 

 

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