Der Heimatverein empfiehlt: Wanderung durch die Velsener und Gröblinger Mark
von Norbert Funken

 

Die Corona-Krise beschert  Menschen einen Gewinn an Zeit, den sie für längere Spaziergänge nutzen können. Der Heimatverein Warendorf schlägt Ihnen eine Wanderung, etwa 10 km lang, vor. Dass er zugleich auch Wissenswertes über Warendorf und das umliegende Land einfließen lässt, versteht sich von selbst.

Die Rundweg beginnt an der Georg-Leber-Kaserne, der Sportschule der Bundeswehr. Es ist ratsam, die abgebildete Karte mit der markierten Route auszuschneiden und mitzunehmen. Auf dem Weg zur Sportschule haben Sie vielleicht links den Waldstreifen entdeckt, der den Stadthagen, früher ein Schutzwall um den Ort, markiert. Zwischen ihm und der damals befestigten Stadt lag das dünn besiedelte Stadtfeld mit seinen kümmerlichen Gärten und Feldern.

Auf der anderen Seite lagen hier die Velsener und Gröblinger Mark, das Gebiet der heutigen Wanderung. Die Marken wurden noch extensiver genutzt als das Stadtfeld und dienten bis zu ihrer Besiedlung  und Aufforstung mit Nadelhölzern Mitte des 19. Jahrhunderts lediglich als Holz- und Plaggenlieferant. Plaggen nannte man die abgeschälte obere Wald- und Heideschicht, die, mit Viehdung gemischt, als Ackerdünger verwendet wurde. Erst die Verwendung von Kunstdünger und der Einsatz von Landmaschinen machten  die ausgelaugten Marken zu nutzbaren Landflächen.

Von der Sportschule kommend biegen Sie vor der Deula nach links ab. Die „Deutsche Lehranstalt für Agrar- und Umwelttechnik“ ist seit 1951 in Warendorf für die Ausbildung der angehenden Landwirte und Gartenbauer zuständig.

Sie folgen dem Wanderzeichen X 17 und gelangen nach einigen Links- und Rechtswendungen auf die Rückseite des DOKR (Deutsches Olympiade-Komitee für Reiterei) und der FN, der Reiterlichen Vereinigung  (FN= Fédération Équestre National) durch einen parkähnlichen  Laubwald zum Ortsteinbach. Der begradigte Bachlauf umfließt im Halbkreis im Norden die Stadt und mündet in Höhe der Kottrup-Seen in die Ems. Mehrmals müssen Sie sich auf dem X-Weg nach rechts und links wenden, bis Sie auf einen Weg stoßen, der mit  einer Raute (<>) markiert ist. Diesem Weg folgen Sie ein gutes Stück, treffen wieder auf den Ortsteinbach und gelangen über Feldwege zur Langen Wieske. Knapp hundert Meter müssen Sie auf dem Radweg dieser Straße folgen, um dann nach links wieder einen ruhigeren Weg einschlagen zu können. An den schnurgeraden Wegen, Straßen, Bächen und Gräben merken Sie, dass die Flurbereinigung der 50er und 60er Jahre hier radikal zugeschlagen hat. Zunächst begann man mit der Regulierung der Bäche, um die vernässten Äcker und Grünflächen nutzbarer zu machen. Es schloss sich eine neue Verteilung der landwirtschaftlichen Nutzflächen und die Anlage eines neuen Wegenetzes an.

Nach dem letzten Waldstück verlassen Sie den „Rautenweg“ , gehen also nicht zur Sassenberger Straße, sondern nehmen den Weg rechts am Waldrand entlang zum Hof Hörstmann und links und anschließend rechts  weiter zur Langen Wieske. Das Gelände der Sportschule können Sie auf dem Radweg der Straße umgehen und nach einer knapp zweistündigen Wanderung erreichen Sie wieder den Parkplatz.

 

 

Karte: "Wandern im Münsterland" Hrsg.: Westfälischer Heimatbund

 

 

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