Der Heimatverein Warendorf empfiehlt: Wanderung über die Hügel in Dackmar
von Norbert Funken


Karte: "Wandern im Münsterland" Hrsg.: Westfälischer Heimatbund

  

Die kleine Wanderung, die der Heimatverein für dieses Wochenende vorschlägt, dauert gerade mal eine Stunde und verläuft als Rundweg parallel zur Ems in der Bauerschaft Dackmar.

Die Anfahrt per Rad erfolgt über die Sassenberger Straße und den Tatenhausener Weg bis zum Wehr in Dackmar, mit dem PKW am besten über die B64 bis Vohren und über die K 18. Kurz vor dem Wehr befindet sich auf der rechten Seite am Waldrand ein Parkplatz. Ein großer Holzpfahl markiert den Anfang Ihrer Wanderung. So wird so gar nichts Besonderes aufzuweisen haben – sie ist einfach „nur“ schön!

Am Pfahl mit dem Hinweis auf Hügelgräber, die Sie sich aber sparen können, verläuft der Wanderweg X19. Der führt Sie zu einer markanten Naturkulisse: Wie Mangroven stehen hier Bäume auf ihren Wurzeln. Wind und Regen haben ihnen den Sand unter den „Füßen“ weggespült. Verlassen Sie den X19 und steigen Sie zwischen den Bäumen rechts den schmalen Weg hoch. Über zahlreiche Hügelchen geht es auf und ab durch den Wald, einen Graben zur Linken und dahinter ein Feld.

Auch bei einer Wegkreuzung geht es weiter geradeaus, bis Sie zur Straße gelangen, die zum Golfplatz führt. Folgen Sie hier nicht dem Wanderweg, sondern nutzen Sie rechts den Reitweg, der parallel zur Straße Richtung K18 führt. Kurz davor führt der Reitweg Sie nach rechts und nach 100 Metern dann doch zur Straße. Auf der anderen Seite geht es, etwas versetzt, auf einem kleinen Pfad weiter. Spätestens hier müssen Sie die Karte zur Hand nehmen, damit Sie nicht in dem verwirrenden Wegenetz die Orientierung verlieren. An der ersten Wegkreuzung gehen Sie auf den Baum mit dem roten E zu, an der zweiten geht es halblinks weiter. Der Waldpfad schlängelt sich nun in sanften Bögen Richtung Ems und Parkplatz. Es lohnt sich aber, wenn links das Eisengeländer einer kleinen Brücke sichtbar wird, den Weg kurz zu verlassen und einen Blick auf den munter fließenden Talgraben zu werfen. Zwei Gräben begleiten die Ems. Sie haben die Aufgabe, die Talaue, also das flache Land an den Seiten des Flusses, zu entwässern und bei einer Überschwemmung das Wasser schnell abzuleiten.  Erstaunlich ist, dass ihr ökologischer Zustand, die Wasserqualität und der Bewuchs, weitaus besser ist als der des Hauptflusses.

Auch zum Emswehr, das den Wasserstand des Flusses reguliert, lohnt sich der kleine Umweg. Die Stauanlage wurde 1949 nach einem verheerenden Hochwasser einige Jahre vorher erbaut und soll das Nutzland und die Stadt schützen. Nirgendwo an der Ems sieht man aber deutlicher die Folgen der Emsregulierung der Jahre 1933 bis 1939: Schnurgerade verläuft der „Kanal“ durch die Talaue, die der Fluss vorher in weiten Bögen durchflossen hat.

Auf dem seitlichen Reitweg gelangen Sie nach 100 Metern wieder zum Parkplatz.

 

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