Grabstätte der Familie Veltmann,  Nr.263 Denkmal
von Mechtild Wolff

 

1888, also als eines der ersten Gräber hier auf dem neuen Friedhof, errichtete die Werkstatt T. Rolf dieses ungewöhnliche und aufwendige Denkmal für die Familie des Apothekers Jodocus Veltmann.

Über dem reich geschmückten Postament erhebt sich ein Sockel, der einen angedeuteten kleinen Sarkophag trägt. Dieser ist mit Girlanden geschmückt und mit einem Kreuz überhöht. Auf der Tafel im Sockel des Kreuzes steht: Grabstätte der Familie Apotheker Jodocus Veltmann. Die Namen der anderen Familienangehörigen befinden sich auf separat eingesetzten Tafeln.

Auch Wilhelm Veltmann und seine Frau Elisabeth liegen hier begraben. 2006, viel zu früh, verstarb Wilhelm Veltmann in Alter von 76 Jahren. Er war Warendorfer mit Leib und Seele und kaum jemand kannte das Städtchen so gut wie er, bis in den letzten Winkel.

 

Sein Motto war: „Gutes tut man nur durch Taten“.

30 Jahre lang war er aktives Mitglied im Heimatverein, davon 13 Jahre als stellv. Vorsitzender. Als in den 1970er Jahren das Sophienstift abgerissen worden war und eine rigerose Stadtsanierung diskutiert wurde, machte er sich zum Wortführer der Warendorfer Bürger, die die Altstadt in ihrer historisch gewachsenen Struktur erhalten wollten. Eine autogerechte Stadt, die den Abriss ganzer Straßenzüge in der Altstadt erfordert hätte, konnte er sich nicht vorstellen. Mit seiner freundlichen Direktheit kämpfte er als Vertreter für den Heimatverein im 1979 einberufenen „ Beirat für die Altstadterneuerung“. Sein Ziel war der Erhalt des geschichtlichen Stadtgrundrisses.

1980 begründete er mit dem Heimatverein zusammen die „Altstadtfreunde“, deren unermüdlich tätiger Vorsitzender er viele Jahre lang war. Mit ihren aktiven Arbeitseinsätzen erreichten die Altstadtfreunde, dass es schick wurde, ein altes Haus in der Innenstadt zu kaufen, es zu sanieren und dort zu wohnen. Viele von Ihnen werden sich daran erinnern. Das Haus Kolkstiege 1 wurde zur Initialzündung! Die damals ziemlich entvölkerte Innenstadt wurde wieder ein beliebter Wohnstandort.

Es gäbe noch so vieles von Wilhelm Veltmann zu erzählen, z.B. von seinen informativen Vorträgen, von seinen amüsanten Stadtrundgängen, bes. von den wunderbaren Stadtbesichtigungen: Grün ist die Altstadt!

 

“War früher bürgerschaftlicher Gestaltungswille mitbestimmend für Aufbau und Blüte der mittelalterlichen Stadt, so ist heute die Erneuerung dieser Stadt ohne bürgerschaftliche Initiative undenkbar.“

 

Das sagte Wilhelm Veltman in einem Vortrag bei einem Symposium zum Thema Stadtentwicklung.

Diese Aussage hat bis heute nichts an Wichtigkeit verloren.

 

Vieles, was wir heute an Warendorf schätzen und lieben ist nicht zuletzt Wilhelm Veltmann zu verdanken.

 

Die Warendorfer Friedhöfe

Geschichte der Warendorfer Friedhöfe
Bilder vom jüdischen Friedhof in Warendorf

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