Dokumentation:
Der Einspruch des Heimatvereins vom  17. 2. 12 gegen den geplanten Abriss des Bürgerhofs

 

An den Bürgermeister der Stadt Warendorf

     Herrn Jochen Walter

     Lange Kessel Str.

     48231 Warendorf

 

 

 

 

     Sehr geehrter Herr Walter,

     hiermit erhalten Sie den

 

 

 

Einspruch des Heimatvereins

zur Bebauungsplanänderung zwecks Ansiedlung eines großflächigen Lebensmittelmarktes

auf dem Gelände des ehemaligen Bürgerhofs

 

Der Vorstand des Heimatvereins Warendorf e.V. vertritt  rund 600 Mitglieder, deren große Mehrheit sich mit den Plänen der Stadt nicht einverstanden erklärt, die geplante Änderung des Bebauungsplans im Sondergebiet Bürgerhof vorzunehmen.

 

Begründung:

 

1. Abriss des Bürgerhofs

Das Bürgerhofgebäude ist das einzige historische Gebäude am westlichen Ortseingang von Warendorf. Eine Bereicherung wäre es, wenn das Gebäude aufgewertet und als Blickfang gestaltet würde. Der Abriss und der Bau eines gesichtslosen K+K Marktes wäre eine städtebauliche Todsünde und das falsche Signal am Ortseingang einer historischen Stadt.

 

2. Fällen von alten Bäumen im Schützenpark

12 Bäume aus dem Schützenpark sollen gefällt werden, Bäume, die 1895 gepflanzt wurden und die an der viel befahrenen B 64 hochwichtig sind für das Kleinklima des angrenzenden Wohnbezirks. Dieser in über 100 Jahren gewachsene Feinstaubfilter ist durch nichts zu ersetzen. Grün macht unsere Stadt lebens- und liebenswert. Wir brauchen das Grün im Stadtgebiet!

 

3. Ein neuer Vollversorger ist eine Gefahr für die Innenstadt

Laut bestehender Gesetzeslage dürfen im Sondergebiet Bürgerhof nur Geschäfte bis maximal 800 m² entstehen. Das schreibt das Einzelhandelsgutachten vor, das die Stadt vor gar nicht langer Zeit für viel Geld hat erstellen lassen. Die Rahmenbedingungen haben sich in der Zwischenzeit noch verschärft. Durch den Bau des Marktkaufs ist der Innenstadt Schaden zugefügt worden. Bei der Planung des Marktkaufs konnte man noch davon ausgehen, dass ein Bedürfnis in der Bevölkerung nach solch einem großen Vollversorger bestand. Dieser Bedarf ist nun mehr als gedeckt und es besteht überhaupt kein öffentlicher Druck oder Wunsch nach einem neuen großflächigen Lebensmittelmarkt im Außengebiet.

Ein weiterer Supermarkt ist eine Gefahr für die Innenstadt, denn in dem neuen K+K werden nicht nur Lebensmittel angeboten, sondern auch die ganze Palette der Produkte, die unsere Innenstadtgeschäfte anbieten. Die Altstadt wird erneut geschwächt, das kann nicht Ziel der Stadt Warendorf sein.

Eine besondere Gefahr besteht für den Lebensmittelmarkt in der Innenstadt, der für die tägliche Versorgung der Altstadtbewohner sehr wichtig ist. Die vielen älteren Menschen, die in der Altstadt wohnen, sind auf eine wohnortnahe Versorgung angewiesen.

 

Mit dieser Planung erlaubt die Stadt Warendorf, dass ein Investor aus Gründen der Gewinnmaximierung einen Supermarkt in einen Stadtpark baut und der Altstadt Schaden zufügt. Eine B-Plan Änderung sollte nur vorgenommen werden, wenn die Weiterentwicklung der Stadt dadurch befördert wird. Wo liegt hier der Gewinn für die Bürger der Stadt?

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Mechtild Wolff

für den Heimatverein Warendorf e.V.

 

Warendorf, den 17.2.2012

 

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