Das Portrait:
Josef Pelster (1883 - 1965)
Vielseitig engagierter Lehrer und Heimatkundler
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Josef Pelster, geboren am 7. 12. 1883, wuchs als 7. Kind auf einem kleinen Hof der Bauerschaft Gröblingen auf. Schon als Schüler interessierten den begabten Jungen die Vorgänge in der Natur mehr als die  Arbeiten auf dem elterlichen Hof.

Nach Ende seiner Volksschulzeit 1898 nahm er bis 1904 am Warendorfer Seminar seine Ausbildung als Lehrer auf, um dann 1904, gerade volljährig, Lehrer in Vohren zu werden. Diese Tätigkeit füllt ihn bis zum Ende des 2. Weltkriegs im Jahre 1945 aus. Pelster war zwar in verschiedenen Organisationen der Lehrerschaft Mitglied, jedoch nie in der NSDAP. Nach dem 2. Weltkrieg wird Pelster daher Ende Mai 1945  von der Britischen Militärregierung zum Schulrat ernannt. Er wird in dieser schwierigen Zeit mit der Aufgabe betraut, das gesamte Schulwesen einschließlich der Erwachsenenbildung wiederaufzubauen. Dabei spielt er eine entscheidende Rolle bei der sogenannten Entnazifizierung der während des dritten Reiches aktiven Lehrer. Am 1. April 1949 tritt er mit Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand.

 

Unbestritten sind neben seinen Verdiensten um das Schulwesen im Kreis Warendorf auch seine Bemühungen um die westfälische Heimat. Er arbeitete als Kreisheimatpfleger und veröffentlichte im Emsboten eine Reihe, in der er verschiedene Wanderwege beschrieb. Er kämpfte - mit wenig Erfolg - gegen die Begradigung der Flüsse und Bäche in und um Warendorf, namentlich der Ems und des Axtbaches. Ebenso erkannte er schon früh die Bedeutung der heimischen Wallhecken für die heimische Fauna und Flora, aber auch für die Landwirtschaft, der diese schon immer als Windschutz dienten. Deren Bestand war besonders in den Jahren nach dem Krieg gefährdet.

 

Schließlich kann seine Arbeit als Ornithologe, Sammler und Fotograph nicht hoch genug eingeschätzt werden. Seine profunde Kenntnis der heimischen Vogelwelt hielt er in zahlreichen Zeichnungen, Fotografien und Präparaten fest.

Als Fotograf hinterließ er zahlreiche Bilder von unschätzbarem Wert, die einen authentischen Einblick in das ländliche Leben der 30er, 40er und 50er Jahre geben.

 

In vielem war Pelster seiner Zeit voraus, insbesondere was den Schutz und die Bewahrung der heimischen Natur und Landschaft angeht. Lange bevor das Wort "ökologisch" modern wurde, erkannte er die Bedeutung und Wirkungsweise der Interdependenz der einzelnen Ökofaktoren untereinander.

 

Fotos aus der Sammlung Josef Pelster

 

Quelle: Franz Bülte: Zum Lobe der Heimat - Josef Pelster, Leben und Werk; Warendorf 2010

 

 Persönlichkeiten

Heinrich Blum, von allen "Mister Blum" genannt

Franz Joseph Zumloh, der Begründer des Josephshospitals

Maria Anna Katzenberger und Heinrich Ostermann

Hermann Josef Brinkhaus,
Gründer der Firma Brinkhaus

Eduard Wiemann und die Villa Sophia

Anna Franziska Lüninghaus, Gründerin der Marienstiftung

Wilhelm Zuhorn, Geheimer Justizrat und Geschichtsforscher

Bernard Overberg, der Lehrer der Lehrer

Arthur Rosenstengel, Seminarlehrer, Musikerzieher und Komponist

Pauline Hentze, Begründerin der Höheren Töchterschule

Theresa Kampelmann, die gestrenge Direktorin der Marienschule

Franz Strumann, Pastor und Förderer der höheren Mädchenbildung

Dr. Maria Moormann, die mutige Direktorin der Marienschule

Josef Pelster, der Schulrat und Naturfreund

Wilhelm Diederich, Bürgermeister von 1869-1904

Hugo Ewringmann, Bürgermeister von 1904-1924

Theodor Lepper, Stadtrendant und Retter in den letzten Kriegstagen

Clara Schmidt, Kämpferin für die Frauenliste im Stadtparlament

Elisabeth Schwerbrock, eine hochengagierte Stadtverordnete,

Eugenie Haunhorst, die Kämpferin für ihre Heimatstadt

Paul Spiegel, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland

Paul Schallück, der vergessene Nachkriegsschriftsteller

Heinrich Friedrichs, ein Warendorfer Künstler

Theo Sparenberg, Kinokönig und Tanz- und Anstandslehrer

Wilhelm Veltman, Retter der historischen Altstadt

Rainer. A. Krewerth, ein schreibender Heimatfreund

Josef Heinermann, Bäcker und Bürgermeister

Opa Niehues

Gymnasialdirektor
Prof. Dr. Alfons Egen

 
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