Am Karfreitag, dem 3. 4. 2026, war es wieder soweit: Schon vor 12.00
Uhr mittags bildete sich eine lange Schlange hungriger Warendorf vor dem
Gadem am Zuckertimpen. Der Grund: Wieder einmal gab es dort die
traditionellen Karfreitagsstruwen, frisch gebacken von Marie-Luise
Mönnigmann und ihrem Team. Struwen, das ist ein Hefeteig mit Rosinen
gebraten in Öl. Das genaue Rezept wollte Marie-Luise Mönnigmann nicht
verraten, aber eines ist sicher: Diese Struwen aus dem Gadem sind
einfach umwerfend lecker. Und dass sich das mittlerweile in Warendorf
herumgesprochen hat, davon zeugte der große Andrang vor dem kleinen
Gadem: Die Menschen standen bis auf die Straße. Innen, in dem Haus der
armen Leute, kamen die Besucher auf ihre Kosten, konnten in den
gemütlichen Stuben einen Platz finden oder sich auch ein bisschen in die
Zeit Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts
zurückversetzen. All das wurde abgerundet durch eine Tasse Muckefuck,
den das Team des Heimatvereins Warendorf auch zubereitet hatte.
Muckefuck, das Kaffeeersatzgetränk, hergestellt aus geröstetem Roggen
oder auch Zichorien. Denn echten "Bohnenkaffee" konnten sich die armen
Leute damals nicht leisten.
Es war wieder einmal eine rundum gelungene Aktion des Heimatvereins, die
der Initiative des Teams um Marie-Luise Mönnigmann zu verdanken ist.