Bericht vom Vortrag über die Landgestüt-Leiter im 19. Jahrhundert am 11. September 2025

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Mit den sieben Gestüt-Leitern im 19. Jahrhundert befasste sich ein Vortrag, zu dem der Heimatverein in Zusammenarbeit mit dem Westpreußischen Landesmuseum eingeladen hatte. Der Vortrag stellte einen der Beiträge des Heimatvereins zum Jubiläum „200 Jahre Landgestüt“ dar und war zugleich in die Trakehnen-Ausstellung des Museums integriert.

F. Bernward Fahlbusch zeichnete aber nicht nur die Lebensläufe der Direktoren, sondern vermittelte auch grundlegende Informationen über die Organisation des preußischen Gestütswesens im 19. Jahrhundert und die verwickelte Vorgeschichte der Warendorfer Institution, denn erst im Juli 1825 wurde Warendorf als Standort überhaupt in Erwägung gezogen.

Erstmals konnte dabei ein Portraitbild des zweiten Leiters, des Landstallmeisters August v. Schwichow, öffentlich gezeigt werden. Dieser Leiter, der 1847 nach Trakehnen versetzt wurde, war ganz wesentlich dafür verantwortlich, dass in Ostpreußen nun der Typ des Trakehner Pferdes mit einem hohen (englischen) Vollblutanteil herangezüchtet wurde. Unbekannt war bisher auch, dass August v. Schwichow mit der Sassenbergerin Maria Gertrud Kock einen unehelichen Sohn hatte.image0.jpeg

Waren es im Februar 1826 nur 24 Hengste, die erst einmal für beide Westprovinzen Preußens ausreichen mussten, so wuchs die Hengstzahl sehr schnell, um ab ca. 1870 regelmäßig knapp unter 100 zu betragen. Naturgemäß befasste sich der Vortrag denn auch mit dem Neubau des Gestüts ab 1883 auf dem heutigen Gelände. Zu verdanken war dieser dem gemeinsamen Wirken des Leiters Erich v. Heuser (1877-1887) und des Bürgermeisters Wilhelm Diederich, der trotz angespannter Haushaltslage durchsetzte, dass städtische Mittel für den Grunderwerb bereitgestellt wurden, - eine fürwahr weitsichtige Entscheidung.

Fünf der sieben Leiter hatten vorher als Kavallerie-Offiziere unterschiedlich lange Truppendienste geleistet, alle sieben waren evangelischer Konfession, aber ansonsten unterschieden sie sich in vielerlei Hinsicht, so dass es nicht möglich ist, einen bestimmten Typus zu entwickeln, - außer: Alle wurden seitens der Verwaltung intensiv auf ihre verantwortungsvolle Tätigkeit vorbereitet.

Grundlage des Vortrags ist eine Darstellung, die mit allen nötigen Nachweisen versehen in dem nächsten Band der Warendorfer Schriften erscheinen wird.

Bilder und Bericht: Heimatverein Warendorf

Einladung zum Vortag über das Landgestüt in Warendorf von Dr. F. Bernward Falbusch
Thema:     Die Leiter des Warendorfer Landgestüts im 19. Jahrhundert
Termin:     Freitag, 11. September 2026, 18.00 Uhr (Eintritt Frei)
Ort:          Westpreußisches Landesmuseum Warendorf

Im Schrifttum über das Landgestüt stehen die Pferde zu Recht an erster Stelle. Eher nur am Rande werden die Menschen erwähnt, die diese Institution erst ermöglichten. Systematische Untersuchungen über das Gestütspersonal liegen nicht vor. Der Vortrag stellt nun die sieben Gestütsleiter des 19. Jahrhunderts in vergleichender Sicht vor. Dabei wird (neben Grundinformationen zur preußischen Gestütsgeschichte) eine Reihe bisheriger Annahmen präzisiert, teilweise korrigiert und bisher unbeachtetes Material präsentiert.

Der Vortrag stellt einen Beitrag des Heimatvereins zum zweihundertjährigen Bestehen des Landgestüts dar; ein weiterer Beitrag wird der nächste Band der Warendorfer Schriften sein (Erscheinen im Dezember 2026), dessen fünf Beiträge sich ausschließlich mit dem Landgestüt befassen.

Der Vortrag findet in Zusammenarbeit mit dem Westpreußischen Landesmuseum im Rahmen der momentanen Trakehner-Ausstellung statt: Freitag, 11. September 2026, 18.00 (freier Eintritt)

 

 

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