Kirchen in Warendorf: von gotisch bis neoromanisch

Aus aktuellem Anlass: Die Grablege der Franziskaner wird abgerissen
Großes Interesse an der Besichtigung der Grablege der Franziskaner 19. 5. 10

Es war wahrscheinlich die letzte Gelegenheit, die ehemalige Grablege am Franziskanerkloster noch einmal zu besichtigen, da sie in Kürze abgebrochen werden soll. Heimatvereinsvorsitzende Mechtild Wolff begrüßte die über 100 Bürger, die der Einladung gefolgt waren. Verborgen hinter der Klostermauer war die Grabanlage für viele Warendorfer ein ganz besonderer Ort. Noch vor einem Jahr waren Altstadtfreunde und Heimatverein sehr zuversichtlich, dass das Coemeterium erhalten werden könnte, da es unter Denkmalschutz gestellt worden war. Jetzt wurde es aus dem Denkmalschutz herausgenommen und zum Abbruch freigegeben, was der Heimatverein sehr bedauerte.

Das bestätigte der Vorsitzende der Laurenz Sandmann, der betonte, dass dies die letzte oberirdische Grablege Westfalens sei. Nach einem geschichtlichen Rückblick, bei dem er insbesondere auf die Bestattungskultur der Franziskaner einging,  war er sich sicher: „Es genügt nicht, nur das eigentliche Klostergebäude zu erhalten.“ Vielmehr müssten auch Nebengebäude stehen bleiben; denn nur dann lasse sich klösterliches Leben insgesamt verstehen und erschließen. Die Altstadtfreunde hatten Pläne, das Coemeterium der Franziskaner zu einem kleinen Museum machen, zu einer Erinnerungsstätte an die Menschen, die im Franziskanerkloster einst gelebt und gewirkt haben.

Für diese Wünsche hatte Investor Reinhard Horstmann überhaupt kein Verständnis. Schließlich müsse er für das Gotteshaus jährlich erhebliche Summen aufbringen.

Außerdem sei die Grablege nicht mehr im originalen Zustand, die Grabplatten sind abgeschlagen und die Gruften sind leer. So wurde das Coemeterium von den Franziskanern hinterlassen. Die Grablege wieder als Denkmal herzurichten, koste mindestens 100.000 Euro. Seine Maßnahmen seien alle mit dem Denkmalpflegeamt abgestimmt, erläuterte Horstmann weiter.

Dennoch waren sich viele der Anwesenden sicher, dass Warendorf ärmer wird, wenn die Grablege der Franziskaner verschwindet. So betonte Karl-Heinz Elling, dass das Coemeterium eine große Bereicherung für das Klosterensemble mit der schönen Kirche und der barocken Klosterpforte sei. In direkter Nachbarschaft befinde sich der Pater-Markötter-Weg, die Promenade mit Strukturen der Stadtbefestigung und der alte jüdische Friedhof. Auch für Stadtführungen wäre die Grablege eine Bereicherung.

 

 

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