Sehr gut besuchter Lichtbildervortrag "Warendorf in alten Ansichtskarten"
von Hans Rennemeier (24. 1. 2019)
von Mechtild Wolff

 

Alte Ansichtskarten erzählen Warendorfer Stadtgeschichte

Proppenvoll war der Saal in der Gaststätte Porten Leve am Donnerstagabend bei der Veranstaltung des Heimatvereins, als Hans Rennemeier alte Warendorfer Ansichten aus seiner umfangreichen Sammlung zeigte. Die Poalbürger freuten sich über die Begegnung mit ihrer Heimatstadt aus Jugendjahren und viele Neubürger tauchten in die Vergangenheit ihrer neuen Heimat ein.

Hotel Gildemeister an der Oststraße

 

Alte Postkarten eröffnen ein Stück vergangener Kultur. Als es noch kein Telefon gab, hielt man mit Familie und Freunden Kontakt durch das Schreiben von Briefen und gerne auch Postkarten, denn die kosteten nur das halbe Porto. Allerdings gaben sie nur wenig Raum für Nachrichten, denn es durfte nur die Bildseite beschrieben werden, die andere Seite war ausschließlich der Adresse vorbehalten.

Diese Correspondenz-Karten geben einen intensiven Einblick in die Zeit, in der sie gedruckt wurden. An vielen Innenstadthäusern sieht man noch die großen Scheunentore, die an die Ackerbürgerstadt Warendorf erinnern. Auch die Blütezeit der Leineweberkunst hat deutliche Spuren hinterlassen, denn nur weil Warendorfer Leinen in der ganzen Welt begehrt war, kam Reichtum in die Stadt und es entstanden die prächtigen Bürgerhäuser, die in dieser Vielzahl für solch ein kleines Landstädtchen eher ungewöhnlich waren.

 

 

Mühle und Waschplatz an der Ems um 1900

 

Ein anderer spannender Bereich ist die Ems mit dem Waschplatz, an dem die Hausfrauen ihre Wäsche wuschen, wo später das Elektrizitätswerk gebaut wurde und die Mühle immer bedeutender und größer wurde. An der Ems qualmten damals noch die Schornsteine der Textilbetriebe.

Ja, in Warendorf hat sich vieles verändert, einige prächtige Altstadthäuser mussten der Modernisierung der Nachkriegsjahre weichen. Aber glücklicherweise sind viele Bürgerhäuser und Fachwerkhäuser erhalten geblieben und wurden liebevoll restauriert.

Die historischen Ansichtskarten, die Hans Rennemeier in informativer und unterhaltsamer Weise zeigte, regten zu interessanten Diskussionen über unser Städtchen an. „Heute sieht unsere Altstadt farbiger und fröhlicher aus, das haben wir der umsichtigen Altstadtsanierung in den 1980er zu verdanken“, stellte die Vorsitzende Mechtild Wolff abschließend fest.

Freckenhorsterstraße um 1917

Lichtbildervortrag "Warendorf in alten Ansichtskarten" von Hans Rennemeier
Zeit: Donnerstag, den  24. 1. 2019 um 19.30 Uhr
Ort: Saal der Gaststätte Porten-Leve

Lithographie aus dem Jahre 1902

  

Der Heimatverein Warendorf lädt zu einem Lichtbildervortrag von Hans Rennemeier über Warendorf auf alten Ansichtskarten am Donnerstag, 24.1., um 19,30 Uhr in den Saal der Gaststätte Porten-Leve, Freckenhorster Straße, ein.
Auf vielfachen Wunsch soll der bereits mit großem Andrang vor einem Jahr gehaltene Vortrag wiederholt werden. Seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es Ansichtskarten. Die auf den Karten aus Warendorf gezeigten alten Straßenzüge und Ansichten sind  die durch die bauliche Entwicklung, vor allem der Nachkriegszeit, inzwischen verschwunden. Es wird ein interessanter Abend mt hohem Erinnerungswert werden.

 

 

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