Runder Tisch am 6. 6. 10
Thema: Mögliche Bewerbung Warendorfs auf Ausrichtung einer Landesgartenschau
von Wolfgang Reisner

Zu dem Runden Tisch des Heimatvereins am letzten Sonntag konnte die Vorsitzende des Heimatvereins, Mechtild Wolff, 20 interessierte Bürger  im Biergarten des Kolpinghauses begrüßen. Der Heimatverein hatte an den Rat der Stadt den Antrag gestellt, zu prüfen, ob Warendorf sich um die Ausrichtung einher Landesgartenschau bewerben solle. Eingeladen waren alle Bürger, ihre Meinung zu  äußern und Vorschläge zu machen.

Baudirektor Oliver Knaup gab zu bedenken, ob bis Februar 2011 - dem Abgabetermin für eine Bewerbung um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2017 – alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung geschaffen werden könnten. Die Stadtverwaltung sehe eine Landesgartenschau durchaus positiv, tendiere aber dazu, einen späteren Termin ins Auge zu fassen. Eine endgültige Entscheidung erfolge in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 28.6.

  

Im Verlauf der sich anschließenden Diskussion wurde die Bewerbung um die Ausrichtung einer Landesgartenschau positiv gesehen. Es wurden auch finanzielle Bedenken geäußert. Ratsherr Dr. Hans-Günter Schöler berichtete über eine Informationsfahrt seiner Fraktion nach Gronau auf das dortige Gartenschaugelände. Kritisch sah er die Folgekosten einer Landesgartenschau – in Gronau jährlich 320.000,- € - . Er wies darauf hin, dass ein Landesgartenschaugelände nicht zusammenhängend sein müsse.

Christian Murrenhoff (Werbegemeinschaft Freckenhorst) hielt das durch eine Landesgartenschau zu schaffende „Wir-Gefühl“ für wichtig. Alle Ortsteile der Stadt sollten durch die Schau verbunden werden oder wie in Rietberg, sich präsentieren. Maria Wöstmann (Grüne) schlug vor, die Emsauenrenaturierung und Freckenhorst einzubeziehen. Da zu erwarten sei, dass künftig keine Landemittel mehr gewährt würden, solle man auf die Initiative der Bürger setzen.

Im weiteren Verlauf wurde gefordert, dass die örtliche Politik den Besitzern der Brinhausgeländes klar machen müsse, dass die bisherigen Planungen mit Einkaufsmärkten und dichter Wohnbebauung nicht durchsetzbar seien. Verschiedene Objekte, die bei einer Landesgartenschau verwirklicht werden könnten, wurden genannt – u.a. die Affhüppenkapelle als Museum für neugotischen Kirchenbau im Kreis Warendorf (Klaus Ring) , eine Fischtreppe am Emswehr, Wasserkraftanlage am Emswehr, die Renaturierung des Brüggenbaches in Freckenhorst (Baudirektor Knaup) , das Freckenhorster Schloss mit seinem Park und den Friedwald (Christian Murrenhoff), Haus Werl (Clemens Lüffe), die Ergänzung der Promenade  im Bereich des Brinkhausgeländes (Friedhelm Brokamp).

Auch die  Frage einer Einbeziehung der Warendorfer Altstadt ähnlich wie in Rietberg kam zur Sprache. Werner Starke forderte, sich Gedanken zu machen, wie eine Altstadt wieder jung gemacht werden kann.

Friedhelm Brokamp schlug vor, die Warendorfer Vereine einzubeziehen, die jeder jeweils einen Abschnitt in Pflege nehmen könnten. Hierzu merkte Christian Murrenhoff an, dass ehrenamtliche Pflege zwar günstig sei, man  müsse aber bedenken, dass fest angestellte Kräfte auch Steuern zahlen würden.

Auch wenn die Bewerbung Warendorfs nicht erfolgreich sei, habe die Stadt mit der für die Bewerbung zu vergebenden Machbarkeitsstudie ein gutes Grünkonzept. Trotz der nicht rosigen Finanzsituation forderte Friedhelm Brokamp, dass wir dennoch unser Apfelbäumchen pflanzen sollten.

 

 

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