Friedhofsrundgang des Heimatvereins am Sonntag, den 8. November 2015 um 10.30 Uhr
„Sie alle haben sich um Warendorf verdient gemacht“
von Mechtild Wolff

 

Unser Friedhof ist ein wohltuender Ort der Ruhe, des Friedens und der Begegnung, aber auch ein Spiegelbild der Warendorfer Geschichte. Er besteht schon seit 1880 an dieser Stelle und die Menschen, die hier begraben wurden, spiegeln ein Stück Geschichte unserer Stadt wieder. Ihre Grabsteine sind oft die letzten öffentlichen Denkmäler für diese einst bedeutenden Bürger unserer Stadt.

Das vergangene Jahrhundert war geprägt von bahnbrechenden Neuerungen. Einige Persönlichkeiten, die am Fortschritt entscheidend mitgewirkt haben, stellte die Heimatvereinsvorsitzende Mechtild Wolff bei dem diesjährigen Friedhofsrundgang vor. Hermann Josef Brinkhaus kam der Liebe wegen aus dem Westmünsterland nach Warendorf und gründete 1861 mit Eduard Wiemann zusammen die erste mechanische Weberei, ein entscheidender Impuls für die textile Zukunft der Stadt. Die Bürgermeister Wilhelm Diederich und Hugo Ewringmann bauten eine arbeitsfähige Verwaltung auf und versorgten Warendorf mit fließendem Wasser, elektrischem Strom und Gas und mit einem unterirdischen Abwassersystem. Sie sorgten zusammen mit Pastor Strumann dafür, dass auch Mädchen eine höhere Schulbildung bekommen konnten. Der geheime Justizrat Wilhelm Zuhorn verfasst die erste Geschichte der Stadt Warendorf und begründete 1902 den heutigen Heimatverein. Dem Stadtrendanten Theodor Lepper ist es zu verdanken, dass Warendorf bei Kriegsende nicht bombardiert wurde und die historische Altstadt erhalten blieb. 

Auch an Theo Sparenberg, den Kinokönig und Tanz- und Anstandslehrer erinnerte Mechtild Wolff, der vor genau 65 Jahren das Theater am Wall erbaute, das heutige Kulturzentrum Warendorfs. Das unermüdliche politische und soziale Engagement der Kaufmannsfrau Elisabeth Schwerbrock bildete den Abschluss des Friedhofsrundgangs. Ihr Einsatz für die Flüchtlinge 1945/46 kann ein Vorbild sein für die Flüchtlingsproblematik unserer Zeit.

All diese Persönlichkeiten haben sich intensiv für ihre Heimatstadt eingesetzt und sind wesentlich an der guten Entwicklung Warendorfs beteiligt.


 



Von links nach rechts: Elisabeth Schwerbrock, Wilhelm Zurhorn, Hermann Joseph Brinkhaus, Bürgermeister Wilhelm Diederich, Pfarrer Strumann, Wilhem Veltmann, Clara Schmidt, Theo Sparrenberg

 

Einladung zum diesjährigen Friedhofrundgang
Der Friedhofsrundgang des Heimatvereins findet nicht wie geplant am kommenden Sonntag (18. 10.) statt, sondern am 8. November 2015 um 10.30 Uhr.
Thema:  „Sie alle haben sich um Warendorf verdient gemacht“
Treffpunkt: Haupteingang des Friedhofs.

 

Das vergangene Jahrhundert war geprägt von bahnbrechenden Neuerungen. Auch in Warendorf hielten die modernen Zeiten Einzug. Es gab fließendes Wasser und elektrischen Strom für jedes Haus und die Abwasserkanäle wurden unterirdisch verlegt. Ein Lyzeum für Mädchen wurde eingerichtet und die Industrialisierung brachte für viele Familien einen sicheren Arbeitsplatz.

Beim diesjährigen Friedhofsrundgang will die Heimatvereins-Vorsitzende Mechtild Wolff an Bürgermeister, Pfarrer, Fabrikanten, Richter, Politikerinnen, Heimatforscher und Wohltäter erinnern, die in der 1. Hälfte des vergangenen Jahrhunderts für Warendorf bedeutend waren. Sie haben unsere Stadt entscheidend geprägt.

Alle Interessenten sind zum  Friedhofsrundgang des Heimatvereins herzlich eingeladen. Die Führung ist kostenfrei.

 

 

 

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E-Mail: vorstand@heimatvereinwarendorf.de
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