Der Rundgang über den Warendorfer Friedhof am 3. November 2013
von Wolfgang Reisner

Bei dem schon zur Tradition des Heimatvereins gewordenen Rundgang im November über den Warendorfer Friedhof beleuchtete die Vorsitzende Mechtild Wolff am Sonntag an Grabsteinen die Geschichte, die sich mit den dort Bestatteten verbindet. Der Rundgang mit über 50 Teilnehmern begann am großen Kreuz mit den Priestergräbern. Mechtild Wolff gedachte des Pfarrers an St. Laurentius, Franz Strumann, der sich für die Mädchenbildung in Warendorf eingesetzt hatte.

Am Grab des geistlichen Studienrates Laurenz Schmedding wies Wolfgang Otterpohl als ehemaliger Schüler auf dessen Leiden im KZ Dachau hin und ergänzte seine Ausführungen mit Anekdoten aus der Schulzeit.

Am Grab der Familie Hermann Brinkhaus ging Mechtild Wolff auf dessen  Familiengeschichte ein und erinnerte an die Bedeutung von Brinkhaus für die Entwicklung der Warendorfer Textilindustrie. Der Rundgang fand ein Ende an den Soldatengräbern am Haupteingang. Hier wurde  des Pioniers Otto Hermann aus Gelsenkirchen gedacht, der 1945 von der Waffen-SS erschossen worden war, weil er sich abfällig über die Vorbereitungen zur Sprengung der Emsbrücke geäußert und zu erkennen gegeben hatte, dass er den Krieg wohl als verloren ansehe.

  

Einladung zum Rundgang über den Warendorfer Friedhof am 3. November 2013
Treffpunkt ist um 15 Uhr am großen Kreuz in der Mitte des Friedhofs.

Am Sonntag, den 3. November 2013 findet der diesjährige Friedhofsrundgang des Heimatvereins statt. Treffpunkt ist um 15 Uhr am großen Kreuz in der Mitte des Friedhofs.

„Heimat ist da, wo wir die Namen unserer Toten kennen.“ Bei dem Friedhofsrundgang am Sonntag erzählt Mechtild Wolff aus dem Leben von Warendorfer Bürgern, die für diese Stadt einst von Bedeutung waren. Heute sind ihre Namen weitgehend in Vergessenheit geraten. Wer weiß noch, welcher Pfarrer sich dafür eingesetzt hat, dass eine Höhere Mädchenschule in Warendorf eingerichtet wurde? Wer kennt noch den Geistlichen Studienrat vom Laurentianum, der für seine gradlinige Haltung während der NS Zeit im KZ Dachau inhaftiert wurde? Wer waren die mutigen Kaufleute, die das verarmte Landstädtchen Warendorf ins Industriezeitalter führten? Wer musste den Versuch, die Sprengung der Emsbrücke zu verhindern, mit dem Leben bezahlen? Am Grab dieser Menschen soll ihr Leben, ihre Intentionen und Ideale in Erinnerung gerufen werden. Sie haben es verdient, nicht vergessen zu werden.

Alle interessierten Bürger sind herzlich eingeladen.

 

 

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