Stellungnahme des Heimatvereins zum Marktplatzpflaster 11. Oktober 2013

 

Vorstand und Beirat des Heimatvereins haben die Pläne zur Neupflasterung des Marktplatzes intensiv diskutiert und sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

Die Naturstein-Pflasterung unseres Marktplatzes ist sehr schön und unterstreicht durch seine Farbgebung die historische Häuserkulisse. Dieser Charakter sollte unbedingt erhalten bleiben. Instandsetzungsmaßnahmen bzw. Verbesserungen der Begehbarkeit sollten angestrebt werden.

Der rostrote Porphyr im Randbereich ist in Bögen verlegt, der Innenbereich ist in Reihe gepflastert. Auch diese Struktur ist passend für eine historische Altstadt und sollte erhalten bleiben.

Bei genauem Hinsehen weist die Porphyr-Pflasterung im Randbereich einige Schäden auf, die durch Reparaturarbeiten behoben werden können. Die Porphyr-Fläche müsste in weiten Teilen neu ausgefugt und zukünftig mit einer fugenschonenden Methode gekehrt werden, wie es in anderen Städten auch praktiziert wird. Bei der Ausfugung sollte auf angemessene Werkstoffe geachtet werden. Hellgrauer Splitt als Fugenmaterial für rostrote Steine führt nicht zum gewünschten optischen Ergebnis.

Auch wenn das Ausfugen alle zwei bis drei Jahre wiederholt werden muss, stehen die Kosten in keinem Verhältnis zu einer Erneuerung. Auch ein neues Pflaster wird Pflege gebrauchen und bald Schäden aufweisen!! In einer lebenden Stadt ist es ganz normal, dass der Bodenbelag regelmäßig gewartet und repariert werden muss.

Ein Verlegen der Porphyr-Steine in ein Betonbett, wie es von der Planerin Frau Schauer bei der Bürgerinfo vorgeschlagen wurde, verändert die Hydrologie des Bodens, was in einer Altstadt mit historischem Häuserbestand mit erheblichen Risiken für die Fundamente der Gebäude verbunden ist. Eine Fortführung der bisherigen Bauweise ist daher empfehlenswert.

Nach Darstellung von Betroffenen ist das Kleinpflaster „barrierefrei“, also kein Problem für Rollstühle, Rollatoren und Kinderbuggys. Erneuert werden muss der Innenbereich des Marktplatzes, weil die dort verlegte Grauwacke von minderer Qualität ist und schlecht verlegt wurde. Eine Sünde der Vergangenheit, genau wie das Betonpflaster, das der historischen Umgebung nicht gerecht wird! Mit den heute so beliebten grauen Pflastersteinen, die engfugig verlegt zwar sehr fußfreundlich sind, aber die Atmosphäre einer Garageneinfahrt vermitteln, kann sich der Heimatverein nicht anfreunden. Auf dem Prinzipalmarkt in Münster findet man ein sehr gelungenes Beispiel, wie Schönheit mit guter Begehbarkeit verbunden werden kann. Schon auf den Pflastersteinkarten der Heimatvereins-Spendenaktion für das Natursteinpflaster auf dem Marktplatz haben wir dieses Basaltpflaster abgebildet und gute Resonanz und hohe Spendenbereitschaft in der Bevölkerung dafür gefunden.

Der Charme unseres Marktplatzes muss erhalten werden, das war die einhellige Forderung in der Bürgerinformationsveranstaltung zum Marktplatzpflaster.  Dem wäre mit dieser Lösung Rechnung getragen, bei wesentlich geringeren Kosten und einer kürzeren Bauzeit auf dem Marktplatz.

Die Beleuchtung muss gegenwärtig nicht erneuert werden, sie passt gut zu unserem Marktplatz. Bei der LED-Technik stehen wir gerade vor einem Innovationsschub in der Lichttechnik. Warendorf sollte die sich hier gerade abzeichnenden Innovationen abwarten und nach Marktreife der neuen Beleuchtungskonzepte ohne Zeitdruck Änderungen diskutieren.

Die heutigen Standorte für Bäume sind gut gewählt, alltagserprobt und unterstützen eine Entzerrung von Verkehr und Anliegerinteressen. Auch bei den Bäumen sollte man die vorhandene Situation durch Pflegemaßnahmen und Rückschnitt des Buchsbaums weiterentwickeln. Änderungen der Grundstruktur sind nicht wünschenswert.

Die Fahrradständer sind hinter dem Rathaus gut untergebracht, evtl. könnten einige wenige vor dem Rathaus Platz finden. Fahrradständer auf dem Marktplatz haben sich in der Vergangenheit nicht bewährt.

In einer Bürgerbeteiligung sollte den Warendorfer Bürgern Gelegenheit gegeben werden, ihre Vorstellungen und Ideen zur Marktplatzgestaltung einzubringen.

 

Fazit des Heimatvereins:

Man sollte sich davor hüten, eine pseudomoderne Marktplatzgestaltung anzustreben, die einen seelenlosen Marktplatz zur Folge hat. Der Charakter unseres Marktplatzes muss erhalten bleiben!

 

 

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