Thema Emsinsel: Gier ist eine schreckliche Krankheit!
von Mechtild Wolff

Auch in Warendorf hat sich die Profitgier breit gemacht. Bei der öffentlichen Veranstaltung des Arbeitskreises Emsinsel zum Thema: „Die Emsinsel für alle oder für einige?“ wurde es deutlich: Nicht für den Bürger soll die Neugestaltung der Industriebrache Brinkhaus zur Verfügung gestellt werden, nein, den Investoren soll die Möglichkeit gegeben werden, bis zu 200 Wohneinheiten zu bauen. Das bringt richtig Geld - für Einige, der Bürger guckt in die Röhre.

Und die Stadtverwaltung rollt den Investoren den roten Teppich aus, ja schlimmer noch: Sie bereitet die Bebauung des Emsparks vor. Die Ems soll am 8. Meridian in den Emssee umgeleitet werden. Warum an dieser Stelle? Das ist die schlechteste Lösung, denn

  

1. ist hier die optimale Strömung nicht gegeben und die Gefahr der Versandung des Emssees ist sehr groß,

  

2. halten sich die Fördergrenzen in engen Grenzen, da nur die Wasserbaumaßnahmen an dieser Stelle bezuschusst werden,

  

3. der geplante Hochwasserschutz, sprich die Eindeichung des Emsparks bis zum Brinkhausgelände, würde eine ökologische Verschlechterung bedeuten, die nach den Wasserrahmenrichtlinien unzulässig ist.

  

Aber warum macht die Stadt diese Planung? Richtig, wenn das ganze Gebiet westlich des Meridians kein Hochwasserschutzgebiet mehr ist, kann es bebaut werden. Dass man hier den alten Brinkhaus-Park zerstört, der in den 1970er Jahren der Bevölkerung von Warendorf zur Erweiterung des Emsparks übereignet wurde, interessiert die heutigen Entscheider nicht mehr. Bauland hat oberste Priorität in Warendorf, dann darf es auch gerne ein Stück des Emsparks sein.

Verwaltung und Politik hätten die Aufgabe, die Attraktivität der Stadt Warendorf zu erhöhen. Eine kluge Stadtplanung würde sich die einmalige Chance nicht entgehen lassen, einen stadtnahen Grüngürtel zu schaffen, in dem Freizeitmöglichkeiten auch für junge Familien erweitert werden könnten.

Die Emsinsel ist für alle da - nicht nur für einige Wenige!

Lassen wir uns die einmalige Chance ist entgehen.

 

Mechtild Wolff

 

 

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