„Lindenblatt“ - Symbol für Emsinselprojekt
von Peter Wild, Bild: Peter Wild
aus: Die Glocke vom 11. 11. 2015

Warendorf (pw) - „Das Warendorfer Lindenblatt“ ist nur ein kleiner Ansteckpin, groß wie eine 1.Cent-Münze. Aber es soll für eine ganz große Sache werben und die Idee, die dahintersteckt, weite Kreise ziehen. Am Dienstag hat der  „Arbeitskreis Emsinsel“ das Emblem der Öffentlichkeit vorgestellt.

Vertretern von Heimatverein und Altstadtfreunden, die die Basis des Arbeitskreises bilden, sind die ersten Pins überreicht worden. Er soll aber nicht nur ein Dankeschön sein an alle, die sich für das Modell einer weitgehend renaturierten „Emsinsel“ einsetzen, sondern auch ein Erkennungs- und Bekenntniszeichen für bürgerschaftliches Engagement, das sich in die kommunalpolitische Diskussion um eines der wichtigsten Zukunftsprojekte dieser Stadt einbringen will.

Im Kern gehe es dem Arbeitskreis darum, bei der Überplanung der Industriebrache Brinkhaus einerseits einige historische Gebäude als steinerne Zeitzeugen einer Keimzelle der heimischen Textilindustrie zu erhalten, andererseits über eine Renaturierung die Emsaue der vorindustriellen Zeit wieder aufleben zu lassen.

Die Emsinsel solle „ein wunderbarer Vorgarten der Perle der Altstadt“ werden, bringt Werner Starke vom AK „Emsinsel“ fast poetisch das Kernziel auf den Punkt, und Karl-Heinz Elling findet das Motto „Natur und Kultur auf der Emsinsel für alle“ treffend. Mit EU-Geldern aus dem Fördertopf für die Umsetzung der „Wasserrahmenrichtlinien“ wäre aus Sicht des AK sogar ein Ankauf des gesamten Industrieareals (zurzeit im Besitz des Brinkhaus-Insolvenzverwalters) durch die Stadt finanzierbar. Eines jedenfalls will der AK nicht: eine Neubebauung zu Wohnzwecken.

Auch der AK habe noch kein fertiges Konzept, räumt Klaus Ring ein und spricht sich für eine breite Bürgerbeteiligung bei der Erarbeitung eines solchen aus. Nachdem es zunächst gehakt hatte, sieht Werber Starke inzwischen sogar eine „gute Gesprächsbasis“ mit der Bauverwaltung der Stadt: „Wir wollen kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander für dieses Projekt.“ Gleichwohl setzt der AK auf einen basisdemokratischen Planungsprozess, dem sich auch die Vertreter der repräsentativen Demokratie stellen müssten, fordert AK-Mitglied Sigfrid Krebse: „Wir stehen für das Modell einer ,Mitmachstadt‘.“

 

 

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